Schule in Tacloban nach Schusswaffenvorfall wieder geöffnet
Die San Jose National High School in Tacloban City hat zwei Wochen nach dem tödlichen Schusswaffenvorfall am 22. Juni wieder den Unterricht aufgenommen. Drei Schüler starben, 20 weitere wurden verletzt. Viele Mitglieder der Schulgemeinschaft fühlen sich weiterhin traumatisiert.
Die Schule öffnete am 6. Juli wieder ihre Türen. Die Wände wurden neu gestrichen und Künstler traten auf, um den Schülern bei der Verarbeitung des Traumas zu helfen. Schüler der Klassen 7 und 8 hatten Präsenzunterricht, während die Klassen 9 und 10 aufgrund von Reparaturen an ihren Klassenzimmern ein hybrides Lernmodell nutzen.
Unterstaatssekretär Malcolm Garma berichtete im Senat, dass 235 von 336 Schülern der Klasse 7 und 237 von 369 Schülern der Klasse 8 am Präsenzunterricht teilnahmen. Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, erhalten Lernmodule und Online-Aktivitäten. Die Tacloban City Schools Division des Bildungsministeriums erwartet eine geringere Teilnahme, da sich einige Schüler noch von dem Trauma erholen oder einen Schulwechsel in Betracht ziehen.
Garma betonte, dass die Wiederaufnahme des Unterrichts Normalität schaffen und das Vertrauen der Eltern und der Gemeinschaft in die Sicherheit der Schule stärken soll. Er nannte auch die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen, wie die Installation von Metalldetektoren und den Bau eines höheren Zauns.
Die beiden minderjährigen Täter, 14 und 15 Jahre alt, befinden sich im Regional Rehabilitation Center for the Youth in Tanauan, Leyte. Das Bildungsministerium bot nach dem Vorfall psychologische Erste Hilfe für Schüler, Lehrer und Eltern an. 38 von 603 Schülern wurden als hochrisikobereit für eine psychische Krise eingestuft.
Julienne Rose Peñaranda-Saballa, eine registrierte Schulberaterin, überwacht weiterhin die hochrisikobereiten Schüler und Lehrer. Sie betonte die Bedeutung der kontinuierlichen psychiatrischen Betreuung und der Teilnahme an psychologischen Aktivitäten, um langfristige negative Auswirkungen zu vermeiden.
Garma nannte während der Senatsanhörung die Notwendigkeit, das Gesetz zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens in der Grundbildung umzusetzen. Das Bildungsministerium hat jedoch noch keine Schulberater-Assistenten eingestellt, fast zwei Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes im Dezember 2024.