Gesellschaft

Schlangenbisse im SPMC um 60 Prozent gestiegen

Die Zahl der Schlangenbisse, die im Southern Philippines Medical Center (SPMC) behandelt wurden, ist von 2024 bis 2025 um 60 Prozent gestiegen. Gesundheitsfachleute führen diesen Anstieg auf die wachsende öffentliche Aufmerksamkeit für verfügbare Behandlungen und auf häufigere Begegnungen zwischen Menschen und Schlangen aufgrund der schnellen Urbanisierung zurück.

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Symbolbild: Envato

Dr. Ella Joy Nogas, eine medizinische Fachkraft am Poison Treatment and Control Institute des SPMC, erklärte am Montag, dass mehr Patienten nun im Krankenhaus behandelt werden, weil die Öffentlichkeit weiß, dass Antivenom verfügbar ist. Sie betonte, dass nicht jeder Schlangenbiss Antivenom erfordert, aber eine sofortige medizinische Bewertung notwendig ist, um festzustellen, ob Gift injiziert wurde und um Patienten auf Anzeichen von Vergiftung zu überwachen.

Nogas warnte, dass Davao City Heimat einer der giftigsten Kobras des Landes ist, der Cobra samarensis, die durch ihre gelb-schwarzen Markierungen gekennzeichnet ist. Sie fügte hinzu, dass das SPMC Barangay-Responder und Gesundheitshelfer schult, um Schlangenbissfälle zu erkennen und richtig zu behandeln, bevor sie Patienten ins Krankenhaus überweisen.

Neben den erhöhten Überweisungen trug auch die schnelle städtische Entwicklung zu mehr Begegnungen zwischen Menschen und Schlangen bei. Nogas erklärte, dass die Stadt Davao stark urbanisiert wurde und viele Waldgebiete nun zu Wohngebieten geworden sind. Dadurch dringen Menschen in die Lebensräume der Schlangen ein, was zu häufigeren Begegnungen führt.

Das Giftzentrum, das 2015 seinen Betrieb aufnahm, behandelte zuvor weniger als 200 Schlangenbissfälle jährlich. Nogas berichtete, dass das Zentrum nun etwa 600 Fälle pro Jahr verzeichnet. Trotz des Anstiegs der Fälle bleibt die Sterblichkeitsrate unter den Patienten, die das SPMC erreichen, bei etwa ein bis zwei Prozent.

Nogas appellierte an die Öffentlichkeit, traditionelle Erste-Hilfe-Maßnahmen oder Hausmittel nach einem Schlangenbiss zu vermeiden und die Opfer stattdessen sofort ins nächstgelegene Krankenhaus zu bringen. Sie riet auch davon ab, den Transport zu verzögern, indem man versucht, die Schlange zu töten oder pflanzliche Behandlungen anzuwenden.

Quellen