Politik: Landesweit

Sara Duterte: Mutter rät zur Rückkehr nach Davao und politischem Rückzug

Die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hat enthüllt, dass ihre Mutter, Elizabeth Zimmerman, ihr geraten hat, in die Heimatstadt Davao zurückzukehren. Laut Duterte solle sie die nationale Politik verlassen und stattdessen ihrem Bruder Sebastian „Baste“ Duterte den Weg für nationale Ämter ebnen. Baste Duterte ist der amtierende Bürgermeister von Davao City.

Philippine Passport and Five Hundred Peso Banknote on National Flag
Symbolbild: Envato

Diese Aussagen machte die Vizepräsidentin am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Davao City. Sie erklärte, dass dies ein Thema innerhalb der Familie sei, wobei ihre Mutter explizit den Wunsch geäußert habe, dass sie nach Davao zurückkehrt, während Baste sich um die nationale Politik kümmert. Trotz dieses familiären Rats betonte Sara Duterte jedoch, dass sie nicht beabsichtige, den Wünschen ihrer Mutter zu folgen. Aufgrund ihrer aktuellen Aufgaben als Vizepräsidentin werde sie in absehbarer Zeit nicht nach Davao zurückkehren.

Die politischen Ambitionen der Vizepräsidentin sind derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen. Im Februar hatte sie angekündigt, für die Präsidentschaftswahl 2028 kandidieren zu wollen. Gleichzeitig sieht sie sich einem Impeachment-Verfahren gegenüber, dessen Ausgang entscheidend für ihre politische Zukunft ist: Eine Verurteilung würde ihr den Zugang zu öffentlichen Ämtern dauerhaft untersagen.

Im Zuge der Pressekonferenz wies die Vizepräsidentin zudem Vorwürfe zurück, sie habe Geld erhalten. Konkret ging es um Anschuldigungen, sie habe Bargeld in Koffern vom entlassenen Polizisten Rodulfo Gracioso Jr. entgegengenommen. Zudem stellte sie klar, dass sie und ihr Bruder Baste bisher noch nicht über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur des Bürgermeisters gesprochen hätten.

Sebastian Duterte, der derzeit die Partei Partido Demokratiko Pilipino anführt, stand zuletzt selbst im Fokus der Öffentlichkeit. Er trat in der vergangenen Woche als Zeuge in dem Verfahren gegen seine Schwester auf, wobei die Staatsanwaltschaft ihn zu Verträgen des Rathauses von Davao City im Wert von 34 Millionen Pesos befragte. Diese Verträge stehen im Zusammenhang mit dem Catering-Unternehmen GenCorp, das mit der Vizepräsidentin in Verbindung gebracht wird.