Sandiganbayan lehnt Teilnahme von Jinggoy Estrada am Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte ab
Das Sandiganbayan hat dem Senator Jinggoy Estrada zwei rechtliche Rückschläge zugefügt. Das Gericht lehnte seinen Antrag ab, eine seiner Korruptionsfälle fallenzulassen. Zudem verbot es ihm, am Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte teilzunehmen.
Estrada sitzt seit dem 1. Juni in Haft. Er muss sich wegen einer nicht kautionsfähigen Anklage wegen Plünderei verantworten. Die Anklage richtet sich gegen mutmaßliche Rückzahlungen, die er aus Hochwasserschutzprojekten im Jahr 2025 erhalten haben soll. Die Summe beträgt 350 Millionen Pesos für Metro Manila und Oriental Mindoro sowie 213 Millionen Pesos für Bulacan.
Estrada steht auch wegen einer weiteren Korruptionsanklage vor Gericht. Diese betrifft die mutmaßlichen Rückzahlungen aus den Projekten in Metro Manila und Oriental Mindoro. Eine weitere Korruptionsanklage wird in der Zweiten Abteilung wegen der mutmaßlichen Rückzahlungen aus dem Projekt in Bulacan verhandelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Rückzahlungen etwa 25 Prozent der Hochwasserschutzprojekte in der Provinz ausmachten. Diese Projekte hatten einen Wert von 855 Millionen Pesos.
Am Freitag bestätigte die Zweite Abteilung ihre Entscheidung vom 16. Juni. Sie lehnte Estradas Antrag vom 4. Juni ab, die Anklage fallenzulassen, den Fall einzustellen oder die Verhandlung auszusetzen. Das Gericht erklärte, dass der Antrag keinen Erfolg habe.
Estradas Anwälte argumentierten, dass die Anklage unzureichend sei. Sie habe nicht spezifiziert, welches Verbrechen Estrada begangen haben soll. Das Gericht stellte jedoch fest, dass Estradas eigene Eingaben zeigten, dass er die Vorwürfe gegen ihn genau verstehe.
Estrada behauptete auch, dass er während der Voruntersuchung kein faires Verfahren erhalten habe. Das Gericht wies darauf hin, dass er eine Gegenerklärung eingereicht habe. Diese zeige, dass er die Möglichkeit hatte, sich zu verteidigen.
Die Zweite Abteilung verhängte am 22. Juni eine 90-tägige Suspendierung von Estradas Amt. Diese Maßnahme erfolgte gemäß Abschnitt 13 des Republic Act No. 3019, des Anti-Graft and Corrupt Practices Act.
Am Donnerstag lehnte die Fünfte Abteilung des Sandiganbayan Estradas Antrag ab. Er hatte darum gebeten, am Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Duterte teilzunehmen. Das Gericht erklärte, dass die Bedeutung des Amtsenthebungsverfahrens allein keinen Grund für die Gewährung seines Antrags darstelle.
Das Gericht widersprach auch Estradas Argument, dass dem ehemaligen Senator Antonio Trillanes IV während seiner Haft wegen Hochverrat vorübergehende Freilassungen gewährt worden seien. Das Gericht stellte fest, dass Estradas Antrag keine vergleichbaren Umstände aufweise.