Politik

Sandiganbayan lehnt Antrag von Senator Estrada ab

Das Sandiganbayan hat den Antrag von Senator Jinggoy Estrada abgelehnt. Estrada wollte an dem Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte teilnehmen.

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Symbolbild: Envato

Das Anti-Korruptionsgericht entschied, dass die verfassungsrechtliche Bedeutung der Verfahren keine vorzeitige Freilassung von Estrada rechtfertige. Die Richter nannten Estradas Antrag keine Notfall- oder zwingende Situation, die eine vorzeitige Freilassung aus der Haft rechtfertigen würde.

Das Gericht betonte, dass die Amtsenthebungsverfahren voraussichtlich 31 Wochen dauern werden. Eine solche langfristige und wiederkehrende Regelung könne nicht als Notfall oder zwingende Situation betrachtet werden.

Das Gericht fügte hinzu, dass die Genehmigung des Antrags den Zweck der vorläufigen Haft untergraben würde. Estrada wurde am 1. Juni 2026 verhaftet und befindet sich seitdem im Quezon City Jail in Payatas.

Das Büro des Ombudsman hat Estrada zusammen mit dem ehemaligen Verkehrsminister Manuel Bonoan und den ehemaligen Ingenieuren des Verkehrsministeriums Denryl Cortuna, Arturo Gonzales Jr. und Manny Bulosan angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, ein kompliziertes System von illegalen Budgetzuweisungen und Projektvergaben im Infrastrukturportfolio des Verkehrsministeriums für das Haushaltsjahr 2025 geschaffen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Estrada 573 Millionen Peso an Rückzahlungen erhalten habe, indem er staatliche Mittel in ausgewählte Infrastrukturprojekte umgeleitet habe. Estrada ist der erste hochrangige Regierungsbeamte, der im Zusammenhang mit angeblichen Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten inhaftiert wurde.

Die Zweite Abteilung des Sandiganbayan, die die Korruptionsvorwürfe gegen Estrada bearbeitet, verhängte am 16. Juni 2026 eine 90-tägige vorläufige Suspendierung gegen den Senator.

Bei der Eröffnung des Amtsenthebungsverfahrens gegen Duterte am 6. Juli beantragte Senator Alan Peter Cayetano, dass die inhaftierten Senatoren Estrada und Rodante Marcoleta die Verhandlungen überwachen und daran teilnehmen können. Marcoleta steht ebenfalls wegen angeblicher nicht deklarierter Wahlkampfspenden in Höhe von 75 Millionen Peso unter Plünderungsvorwurf.

Cayetanos Antrag ist noch nicht vom Amtsenthebungsgericht behandelt worden.

Quellen