Sandiganbayan bestätigt Vorwürfe gegen Senator Estrada
Der Senator Jose „Jinggoy“ Estrada konnte das Gericht Sandiganbayan nicht überzeugen, eine der Korruptionsanklagen gegen ihn fallenzulassen. Diese Vorwürfe richten sich gegen ihn im Zusammenhang mit dem Skandal um Hochwasserschutzprojekte. Das Gericht bestätigte seine Entscheidung vom 4. Juni 2026.
Die Zweite Kammer des Anti-Korruptionsgerichts bestätigte in einer sechsseitigen Resolution vom Freitag die Ablehnung der Anträge Estradas. Diese Anträge sollten die Anklagepunkte annullieren, den Fall mit Vorbehalt fallenzulassen oder die Verfahren auszusetzen und den Fall zur erneuten Untersuchung zurückzuverweisen.
Estrada hatte argumentiert, dass die Anklagepunkte fehlerhaft seien. Die ihm und dem ehemaligen Verkehrsminister Manuel Bonoan zugeschriebenen Handlungen stellten seiner Meinung nach keine strafbare Handlung dar. Zudem behauptete er, dass er sein Recht auf ein faires Verfahren verwehrt worden sei, da der Fall ohne seine Möglichkeit zur Verteidigung eingereicht wurde.
Das Gericht wies Estradas Antrag auf Überprüfung zurück. Es nannte die Argumente darin als bereits abgelehnt und ohne neue Beweise oder rechtliche Grundlagen. Das Gericht betonte, dass die Anklagepunkte ausreichend die wesentlichen Elemente des Verstoßes gegen Abschnitt 3 (e) des Anti-Korruptionsgesetzes RA 3019 darlegten.
Das Gericht stellte fest, dass Estrada und Bonoan während ihrer Amtszeiten mit offensichtlicher Voreingenommenheit oder grober Fahrlässigkeit gehandelt hätten. Dies habe der Regierung und dem Volk Schaden zugefügt und bevorzugten Auftragnehmern unrechtmäßige Vorteile verschafft.
Estradas Anwälte hatten das Gericht gebeten, eine Bescheinigung des Legislative Budget Research and Monitoring Office zu berücksichtigen. Diese bescheinigte, dass ein Senator wie Estrada nicht für die fraglichen Budgeteinfügungen verantwortlich sei. Das Gericht lehnte dies ab, da die Bescheinigung nicht während der Voruntersuchung eingereicht wurde.
Das Gericht wies auch Estradas Behauptung zurück, dass er nicht über die Natur und die Ursache der Anklagen informiert worden sei. Es stellte fest, dass Estrada die Möglichkeit hatte, auf die Vorwürfe zu reagieren und Beweise für seine Verteidigung vorzulegen. Dies erfülle die wesentlichen Anforderungen des Verfahrensrechts.