RCBC warnt vor Währungs- und Handelsrisiken
Die RIZAL Commercial Banking Corp. (RCBC) rät Unternehmen, wachsam zu bleiben. Geopolitische Störungen könnten die finanziellen Belastungen nicht sofort abbauen. Ölpreise und Schifffahrtsrouten zeigen zwar Anzeichen der Normalisierung, doch die Unternehmen müssen weiterhin ihren Cashflow und ihre Risiken aktiv managen.
Ein wichtiger Meilenstein ist ein Rahmenabkommen, das am 18. Juni unterzeichnet wurde. Es soll regionale Feindseligkeiten beenden. Das Abkommen sieht vor, die Straße von Hormus für den kommerziellen Schiffsverkehr wieder vollständig zu öffnen und die entsprechende Seeblockade aufzuheben.
Alexei Jabola, Leiter des Handels- und Lieferkettenfinanzierungsbereichs bei RCBC, betonte, dass die richtige Lösung für ein Unternehmen von seiner Position in der Lieferkette und seinen spezifischen Liquiditätsbedürfnissen abhängt. RCBC bietet eine vollständige Palette an Handels- und Lieferkettenfinanzierungsprodukten und -dienstleistungen an. Dazu gehören digitale Fähigkeiten, die ab 2026 in der Online-Banking-Plattform des Unternehmens verfügbar sein sollen.
Bei einer kürzlichen Wirtschaftskonferenz in Cebu und Bacolod stellte Jabola praktische Werkzeuge vor. Diese sollen Unternehmen helfen, Arbeitskapital freizusetzen und den Cashflow in der volatilen Handelsumgebung zu schützen. Er erläuterte, wie Handelsfinanzierungslösungen wie Forderungsfinanzierung und Verbindlichkeitenfinanzierung Unternehmen dabei unterstützen können, finanzielle Belastungen zu bewältigen.
Jabola nannte drei Prioritäten: Sicherheit, Cashflow und Vertrauen. Er erklärte, dass Lieferkettenfinanzierung das Arbeitskapital freisetzen kann, das sonst in traditionellen Zahlungszyklen gebunden ist. Dies reduziert finanzielle Engpässe und erhält gesunde Lieferantenbeziehungen.
Für Unternehmen mit Devisenrisiken gab Maria Pamela C. Macapagal, Leiterin der Abteilung für Unternehmens- und Handelsvertrieb bei RCBC, klare und praktische Ratschläge. Sie empfahl, Risiken zu managen und Strategien zur Absicherung der Margen und zur Fixierung der Kosten zu entwickeln.
Michael L. Ricafort, Chefökonom der RCBC, zeichnete ein nüchternes, aber gemessenes Bild für das kommende Jahr. Unter der Basisszenario der Bank, die eine Schließung der Straße von Hormus bis Juni dieses Jahres und globale Rohölpreise knapp unter 100 Dollar pro Barrel annimmt, könnte die Inflation im Jahr 2026 sechs bis sieben Prozent betragen. Dies liegt über der Schätzung der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) von 6,4 Prozent.
Ricafort schätzt, dass das BIP-Wachstum auf etwa drei bis vier Prozent sinken könnte. Dies liegt deutlich unter dem Ziel der Regierung von fünf bis sechs Prozent. Der BSP-Leitzins könnte bis zum Jahresende auf zwischen 5,5 und sechs Prozent steigen, von den aktuellen 4,75 Prozent.
Ricafort nannte die USA als Beispiel. Die größte Volkswirtschaft der Welt werde zögern, die Zinsen zu senken. Die meisten Fed-Offiziellen haben jedoch mögliche Zinserhöhungen ab 2026-2027 signalisiert. Weltweit werden Investoren versuchen, Kosten zu senken, und es wird zu einer Margenkompression in den Branchen kommen. Investitions- und Expansionspläne müssen sich an die neue Realität anpassen.