Pride March in Manila: Tausende fordern Gleichberechtigung
Am 27. Juni fand in Manila auf dem Gelände der University of the Philippines Diliman eine Pride March statt. Tausende Menschen versammelten sich, um für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung zu demonstrieren.
Die Veranstaltung war geprägt von bunten Regenbogenfarben, Musik und einer großen Anzahl von Teilnehmern, die trotz der Hitze durch die Straßen marschierten. Eileen Ceron, die ihre queeren Kinder unterstützte, betonte, dass die Gesellschaft LGBTQIA+ Menschen als gleichberechtigt anerkennen muss.
Ceron erklärte, dass die Existenz von LGBTQIA+ Menschen genauso wichtig sei wie die von heterosexuellen Menschen. Sie sind ebenfalls Menschen. Trotz der Anerkennung der Philippinen als eines der LGBTQIA+ freundlichsten Länder in Asien in einer Umfrage aus dem Jahr 2013, bleibt das Anti-Diskriminierungsgesetz für sexuelle Orientierung, SOGIE seit über zwei Jahrzehnten im Kongress stecken.
Donna Jagodilla, die ebenfalls mit ihrer Familie an der Pride-Feier teilnahm, ist der Meinung, dass die Gemeinschaft weiterhin für die vollständige Anerkennung ihrer Rechte kämpfen muss. Die Veranstaltung bot einen Raum, in dem LGBTQIA+ Menschen sichtbar, akzeptiert und gefeiert werden konnten.
Jagodilla erklärte, dass es wichtig sei, Kindern von klein auf SOGIE zu vermitteln, damit sie ein besseres Verständnis dafür entwickeln, warum die LGBTQIA+ Gemeinschaft auf die Straßen geht. Sie betonte, dass die Unterstützung queerer Kinder ihnen hilft, ihr volles Potenzial zu entfalten.
Ceron berichtete, dass sie selbst erlebt habe, wie queere Menschen in ihren gewählten Berufen erfolgreich waren. Sie ermutigte ihre eigenen Kinder, ihre Träume zu verfolgen, und betonte, dass die Talente und Fähigkeiten der LGBTQIA+ Gemeinschaft außergewöhnlich seien.
Eine Studie von The Trevor Project aus dem Jahr 2024 identifizierte die Unterstützung durch die Familie als einen der wichtigsten Faktoren, um LGBTQIA+ Jugendlichen zu helfen, die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Ceron hob hervor, dass sichere Räume für queere Menschen zu Hause beginnen müssen.
Ceron appellierte an die Gesellschaft, weiterhin über queere Erfahrungen aufzuklären und die Mitglieder der Gemeinschaft zu ermutigen, weiterzumachen. Sie forderte dazu auf, weiterhin für Inklusion in einer Gesellschaft zu kämpfen, die ihnen lange Räume verweigert hat.
Jagodilla betonte, dass die Gesellschaft sich weiterentwickeln müsse und Menschen offener für das Verständnis anderer sein sollten, unabhängig von deren Geschlecht. Sie erklärte, dass der Kampf für gleiche Rechte in den Philippinen stärker werde, je mehr Verbündete sich der LGBTQIA+ Bewegung anschließen.
Jagodilla stellte klar, dass die Feier des Pride Month nicht nur eine Feier sei, sondern auch ein Protest.