Präsident Marcos besucht Bohol und Cebu für Infrastrukturprojekte und Sozialprogramme
Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. besuchte am vergangenen Montag die Stadt Mabini auf Bohol, um das Mabini-Cayacay Small Reservoir Irrigation Project (SRIP) zu eröffnen. Das Projekt hat ein Budget von 833,37 Millionen Peso und soll über 530 Hektar Land mit Wasser versorgen sowie 717 Bauern eine Existenzgrundlage bieten.
Schon vor der offiziellen Eröffnung des Projekts durch den Präsidenten wurden Vorwürfe laut, dass die Arbeiten substandard seien. Der Beton in den Bewässerungskanälen sei brüchig und zu dünn. Gouverneur Aris Aumentado forderte eine Untersuchung durch den Provinzrat, um die Ursachen für die mangelhafte Ausführung des Projekts durch die National Irrigation Administration (NIA) zu klären.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bei einem Hochwasserschutzprojekt in einer Stadt im dritten Distrikt von Bohol. Obwohl das Projekt zunächst gut aussah, brach der Damm bei starkem Regen und ließ Wasser austreten. Statt Stahl wurden Bambusrohre verwendet, was die Struktur schwächte und zum Bruch führte. Trotz des Skandals wurde niemand für die mangelhafte Ausführung zur Rechenschaft gezogen.
Nach seinem Besuch in Bohol reiste Präsident Marcos nach Cebu, wo er die Walang Gutom Kitchen besuchte. Dieses Programm des Department of Social Welfare and Development (DSWD) bietet kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige nach dem Prinzip First Come, First Served.
Kritiker des Programms sehen mehrere Probleme. Erstens könnte es zu Abhängigkeiten führen, da die Menschen sich nur auf die kostenlosen Mahlzeiten verlassen und keine eigenen Einkommensquellen suchen. Zweitens sei das Programm nur kurzfristig wirksam und habe keine langfristige Finanzierung. Drittens basiere es auf Spenden von Hotels und Restaurants, was die Versorgung unsicher mache. Viertens sei das Landwirtschaftsministerium nicht in das Programm eingebunden, obwohl es für die Nahrungsmittelproduktion zuständig sei.
Die Kritiker warnen, dass das Projekt nur als Ablenkung dienen könnte, um das Vertrauen der Menschen in die Regierung zu gewinnen, ohne tatsächlich nachhaltige Lösungen zu bieten.