Politik

Politische Analysten sehen 2028-Wahl als Kampf zwischen Marcos und Duterte

Politische Analysten erwarten, dass die Wahlen 2028 erneut ein Machtkampf zwischen den Familien Marcos und Duterte werden.

Flag of Philippines Waving Proudly on White
Symbolbild: Envato

Vizepräsidentin Sara Duterte gilt laut mehreren Umfragen als führende Kandidatin für die Präsidentschaft. Eine Umfrage zeigt jedoch, dass Bürgermeisterin Maria Leonor Robredo aus Naga City in einem hypothetischen Duell gegen die Vizepräsidentin vorne liegen würde. Robredo würde dabei mit Senator Rafael Tulfo antreten.

Präsident Ferdinand Marcos Jr. und seine Unterstützer wollen nach Ansicht von Beobachtern alles tun, um den Präsidentenpalast Malacañang für eine weitere Amtszeit zu halten. Dies soll ihre politischen Interessen schützen.

Die Rückkehr der Marcos-Familie an die Macht war langfristig geplant. Bereits 2013, neun Jahre vor den Wahlen 2022, begannen Videos, die die Marcos-Familie als Opfer darstellten und die EDSA People Power Revolution von 1986 als Machtgier verunglimpften, auf YouTube zu kursieren. Kurz vor den Wahlen 2022 nahm die Online-Desinformation stark zu. Sie zeigte die Herrschaft von Ferdinand Marcos Sr. als goldenes Zeitalter der philippinischen Geschichte und versprach eine neue Ära des Wohlstands durch das Mythos des Tallano-Golds unter der Präsidentschaft seines Sohnes.

Globale Nachrichtenorganisationen dokumentierten, wie das Internet systematisch mit Inhalten geflutet wurde, die die BBM-Sara-Uniteam-Kandidatur unterstützten. Gleichzeitig wurden Robredo falsche und irreführende Beiträge zugeschrieben. Ein Bericht von Agence France-Presse vom 6. Mai 2022 zeigte, dass Robredo in sozialen Medien als dumm, unfreundlich gegenüber Wählern und als Kommunistin dargestellt wurde.

Ein erfahrener Journalist berichtete, dass Robredos Team eine Wahlanfechtung hätte einreichen können. Dies hätte jedoch Milliarden Pesos gekostet. Robredo selbst fand keine Hinweise auf Wahlbetrug. Viele sehen den Wahlsieg der Marcos-Familie als moralisch fragwürdig. Sie erhielten Unterstützung von Duterte und ihren Anhängern.

Die Uniteam-Koalition existiert nicht mehr. Das Land steht nun zwischen den Dutertes, die der chinesischen Außenpolitik nahestehen und die Drogenkriege nicht bereuen, und den Marcos, die sich weigern, für historische Ungerechtigkeiten zu entschädigen.

Die nächsten 22 Monate, einschließlich des Endes des Amtsenthebungsverfahrens gegen Vizepräsidentin Duterte, bieten den Philippinern genügend Zeit, um einen Kurswechsel zu erkennen.

Quellen