Politik: Metro Manila

Polen strebt neue Verteidigungspartnerschaften mit den Philippinen an

Polen plant massive Investitionen in die eigene Verteidigungsindustrie, um die heimische Rüstungskapazität zu stärken. Mit einem Volumen von fast 50 Milliarden US-Dollar soll dies auch den Export von Militärgütern nach Übersee, unter anderem an die Philippinen, beinhalten. Im Rahmen politischer Konsultationen in Manila teilte der polnische stellvertretende Außenminister Wladyslaw Bartoszewski am Dienstag, den 15. September, mit, dass sein Land Interesse an einer Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit mit den Philippinen zeigt.

GSIS Government Service Insurance System logo
Quelle: Google

Das potenzielle Angebot polnischer Militärtechnik umfasst laut Bartoszewski verschiedene Bereiche, darunter Aufklärungs- und Kampfdrohnen, Radarsysteme, Flugabwehrraketen sowie gepanzerte Mannschaftstransportwagen. Um die für Manila relevanten Optionen zu prüfen, hat bereits eine Delegation des philippinischen Militärs einen Besuch in Polen unternommen.

Diese Bestrebungen bauen auf einer bereits bestehenden Kooperation auf. Im Jahr 2022 schlossen die Philippinen einen Vertrag über 32 S-70i Black Hawk Hubschrauber mit der Firma PZL Mielec ab, einer polnischen Tochtergesellschaft von Sikorsky. Das Geschäft hatte ein Volumen von rund 32 Milliarden Pesos, was etwa 509,6 Millionen US-Dollar entspricht. Die Lieferung der letzten sieben Hubschrauber wurde laut Angaben des philippinischen Militärs im vergangenen Monat abgeschlossen.

Neben den Gesprächen mit den Philippinen thematisierte Bartoszewski zudem die laufenden Verhandlungen zwischen Polen und der Ukraine. Dabei geht es um den Transfer von MiG-29-Kampfjets aus Warschau an Kiew im Austausch gegen ukrainische Drohnentechnologie. Die beteiligten Seiten diskutieren derzeit, ob die Jets vor der Übergabe generalüberholt werden müssen und welche spezifische Technologie Polen im Gegenzug erhalten soll.