Politik: Metro Manila

Polen strebt engere Verteidigungspartnerschaft mit den Philippinen an

Nach der erfolgreichen Lieferung von Black Hawk-Hubschraubern an die Philippinen möchte Polen seine Verteidigungskooperation mit Manila deutlich ausweiten. Hintergrund ist die Bestrebung Polens, die Exporte seiner wachsenden Rüstungsindustrie zu steigern, wofür das Land bereits 50 Milliarden US-Dollar in die Stärkung der heimischen Industrie investiert hat. Der polnische stellvertretende Außenminister Wladyslaw Bartoszewski erklärte am Dienstag, dass Warschau an weiteren Partnerschaften im Verteidigungssektor interessiert sei.

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Symbolbild: Envato

Das bisherige Geschäft mit den Hubschraubern bildete den Einstieg für den polnischen Markt in Manila. Insgesamt erwarb das Land 32 Hubschrauber im Rahmen eines 2022 unterzeichneten Abkommens im Wert von 509,6 Millionen US-Dollar. Die Maschinen werden von PZL Mielec geliefert, einer polnischen Tochtergesellschaft von Sikorsky, die wiederum zum US-Rüstungskonzern Lockheed Martin gehört. Im August schloss die philippinische Regierung die Lieferung der letzten sieben S-70i Black Hawk-Modelle ab.

Laut Bartoszewski umfasst das Interesse Polens neben der Luftfahrt auch den Verkauf von Aufklärungs- und Kampfdrohnen, Radargeräten, Flugabwehrraketen sowie gepanzerten Mannschaftstransportwagen. Experten sehen in diesen Bereichen sowie in möglichen gemeinsamen Produktionsprojekten die Basis für eine umfassendere strategische Partnerschaft. Kürzlich besuchte bereits eine militärische Delegation der Philippinen Polen, um weitere potenzielle Beschaffungen zu prüfen.