Plünderungsfall gegen Senator Marcoleta wegen fehlender Wahlkampfspenden-Angaben
Die Ombudsman-Behörde kündigte letzte Woche an, dass gegen Senator Rodante Marcoleta ein Plünderungsfall eingereicht wird. Grund ist seine fehlende SOCE. Die SOCE ist ein zentraler Bestandteil des philippinischen Wahlrechts. Sie wird durch den Omnibus Election Code, das Republikgesetz Nr. 7166 und relevante Beschlüsse der Wahlkommission (COMELEC) geregelt.
Die SOCE soll Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Finanzierung von Wahlkämpfen sicherstellen. Kandidaten, Parteien und andere Spender müssen ihre finanziellen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Wahl offenlegen. Marcoleta erhielt Spenden in Höhe von 30 Millionen Pesos von Mike Defensor, 25 Millionen Pesos von Joseph Espiritu und 20 Millionen Pesos von Aristotle Viray. Diese Spenden wurden jedoch nicht in seiner Erklärung über Vermögenswerte, SALN angegeben.
Marcoleta räumte ein, die Spenden erhalten zu haben, behauptete jedoch, die gegen ihn eingereichten Fälle seien politisch motiviert. Er wollte die Spender anonym halten. Die Ombudsman-Behörde betonte, dass die Beweise aus Marcoleta eigenen Angaben stammen. Die nicht angegebenen Beträge und das mutmaßlich illegal erworbene Vermögen übersteigen 50 Millionen Pesos. Das rechtfertigt den Plünderungsvorwurf.
Die Mitglieder der Iglesia ni Cristo (INC) hielten am 30. Juni 2026 eine Massendemonstration am EDSA-Shrine ab, um ihre Unterstützung für Marcoleta zu zeigen und gegen den Plünderungsvorwurf zu protestieren. Der Sprecher des Präsidentenamtes in Malacañang betonte, dass der Fall durch das Justizsystem und nicht durch Massendemonstrationen gelöst werden sollte.