Gesellschaft: Landesweit

PISA-Studie 2025: Philippinen verzeichnen historische Fortschritte in Bildungswerten

Die Philippinen haben bei der aktuellen PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) des Jahres 2025 ihre bisher besten Ergebnisse erzielt. Das Bildungsministerium (Department of Education, DepEd) wertet die Zuwächse in den Kernfächern Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen als Zeichen für den Fortschritt bei der Stärkung der Basisbildung im Land.

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Symbolbild: Envato

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Jahr 2018, als die Philippinen noch das Schlusslicht unter den teilnehmenden Nationen bildeten. Auch im Vergleich zum vorangegangenen Zyklus von 2022, in dem das Land noch zu den untersten zehn Nationen gehörte, ist ein Aufwärtstrend erkennbar. Die Second Congressional Commission on Education (EDCOM 2) bezeichnete die aktuellen Werte als die bisher beste PISA-Leistung der Philippinen. Dabei stiegen die Durchschnittswerte im Vergleich zum letzten Zyklus um 20 Punkte im Bereich Lesen, um 17 Punkte in den Naturwissenschaften und um 16 Punkte in der Mathematik.

In der internationalen Rangliste belegten die Philippinen beim Lesen den 72. Platz von 90 teilnehmenden Ländern, in Mathematik den 74. Platz und in den Naturwissenschaften den 77. Platz von 91 Teilnehmern. Trotz dieser Zuwächse liegen die Ergebnisse weiterhin unter dem OECD. Die philippinischen Durchschnittswerte von 371 Punkten in Mathematik, 367 Punkten im Lesen und 373 Punkten in den Naturwissenschaften blieben hinter den OECD-Durchschnittswerten von 463, 461 bzw. 482 Punkten zurück. Dennoch konnten die Schüler der Philippinen die Durchschnittswerte von 18 Ländern im Lesen, 16 Ländern in Mathematik und 14 Ländern in den Naturwissenschaften übertreffen. Besonders hervorzuheben ist, dass das Land bei der Lesekompetenz die größten Fortschritte unter allen teilnehmenden Nationen erzielte und auch in Mathematik zu den am stärksten verbesserten Ländern gehört.

Das DepEd führt die positive Entwicklung auf gezielte Maßnahmen zur Förderung des Leseverständnisses, des kritischen Denkens sowie der Problemlösungs- und Analysefähigkeiten zurück. Zu diesen Initiativen zählt das ARAL-Programm, das sich an Lernende der Klassen 4 bis 10 richtet, deren Kenntnisse laut dem Philippine Informal Reading Inventory (Phil-IRI) unter den Mindeststandards liegen. Das Programm umfasst ARAL-Reading Basic für die grundlegende Alphabetisierung sowie ARAL-Reading Plus zur Verbesserung von Lesefluss und Verständnis. Zudem unterstützt das Literacy Remediation Program (LRP) gezielt Drittklässler, die durch die Comprehensive Rapid Literacy Assessment (CRLA) als Schüler mit geringen Leseleistungen identifiziert wurden, durch intensiven Unterricht.

Die PISA-Erhebung 2025 basierte auf einer Stichprobe von 208 Schulen und 8.072 Lernenden landesweit. In der Region Davao nahmen beispielsweise 11 Schulen mit insgesamt 441 Prüflingen teil, darunter fünf Schulen aus Davao City sowie Schulen aus Davao de Oro, Davao Oriental, Digos City und Mati City. Während die Fortschritte als ermutigend bewertet werden, mahnte die EDCOM 2 an, dass kontinuierliche Reformen erforderlich bleiben, um die bestehenden Lücken im grundlegenden Lernen zu schließen und einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten.