Phivolcs und DENR warnen vor Bau auf neuem Küstenaufschub
Das Philippine Institute of Volcanology and Seismology (Phivolcs) und das Department of Environment and Natural Resources (DENR) haben vor dem Bau auf neu aufgetauchten Küstengebieten in Mindanao gewarnt. Diese Gebiete sind durch einen starken Erdbeben verursacht worden.
Edward Louise Orquillas, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Mindanao Cluster Monitoring Center for Earthquake and Tsunami (PMCMCET), erklärte, dass die aufgetauchten Bereiche für den Bau ungeeignet sind. Sie bestehen hauptsächlich aus Korallenformationen, die durch das Erdbeben freigelegt wurden und nicht stabil sind.
Orquillas empfahl den lokalen Behörden, die aufgetauchten Küstengebiete sofort als geschützte wissenschaftliche Zonen oder strenge Umwelt-Schutzgebiete zu klassifizieren. Diese Bereiche sollen für die Meeres- und Erdbebenforschung reserviert bleiben und frei von Infrastrukturentwicklung sein.
Karlo Queaño, stellvertretender Sekretär des Mines and Geosciences Bureau (MGB) des DENR, warnte ebenfalls vor dem Bau von Gebäuden in den neu entstandenen Küstenebenen in Davao Occidental und der Soccsksargen Region. Er nannte das Küstenaufschub nach dem Erdbeben in Bohol im Jahr 2013 als ähnliches Beispiel.
Nach dem Erdbeben der Stärke 7,8 am 8. Juni 2026 vor der Küste von Maasim, Sarangani, wurden mehrere Teile des Meeresbodens angehoben. Dadurch wurden einige Küstenlinien um bis zu 200 Meter verlängert und Korallenriffe sowie Seegrasbetten freigelegt. Berichte über ungewöhnlich niedrige Meeresspiegel tauchten nach dem Erdbeben auf.
Phivolcs erklärte, dass das Küstenaufschub durch Bewegungen entlang des Cotabato-Grabens verursacht wurde. Das Erdbeben wurde in mehreren Teilen Mindanaos gespürt. Phivolcs gab kurz nach dem Erdbeben eine Tsunami-Warnung heraus.