Wirtschaft: Landesweit

Philippinischer Schuldendienst: Zahlungen stiegen im Juni massiv an

Die Zahlungen der philippinischen Regierung zur Bedienung ihrer Schulden sind im Juni um 18,5 Prozent gestiegen. Nach aktuellen Daten des Schatzamtes (Bureau of the Treasury, BTr) beliefen sich die Aufwendungen im Juni auf 77,2 Milliarden Pesos, verglichen mit 65,1 Milliarden Pesos im Juni des Vorjahres.

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Symbolbild: Envato

Dieser Anstieg wurde maßgeblich durch eine fast verdoppelte Tilgungssumme sowie kontinuierlich steigende Zinskosten getrieben. Die Tilgungen (Amortisation) kletterten im Juni um 91,5 Prozent auf 14,8 Milliarden Pesos, während sie im Vorjahresmonat noch bei 7,7 Milliarden Pesos lagen. Gleichzeitig erhöhten sich die Zinszahlungen um 8,7 Prozent auf 62,4 Milliarden Pesos gegenüber 57,4 Milliarden Pesos im Vorjahr.

Betrachtet man das erste Halbjahr des Jahres, summierten sich die gesamten Schuldendienstzahlungen auf 1,226 Billionen Pesos. Dies entspricht einem Zuwachs von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem 768,1 Milliarden Pesos aufgewendet wurden. Damit sind bereits 61,1 Prozent des für das gesamte Jahr geplanten Schuldendienstprogramms in Höhe von 2,005 Billionen Pesos verbraucht.

Die Gesamtschuldenlast der Regierung erreichte Ende Juni mit 19,07 Billionen Pesos einen neuen Rekordwert und übertraf damit das für das erste Halbjahr vorgesehene Ziel von 19,06 Billionen Pesos. Es wird prognostiziert, dass dieser Schuldenbestand die Haushaltslücke für das Jahr 2026 in Höhe von 1,658 Billionen Pesos decken soll, was 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht.

Die Zahlungen an inländische Gläubiger stiegen im Juni deutlich an: Die Tilgung kletterte von 54 Millionen auf 540 Millionen Pesos, während die Zinszahlungen um 3,7 Prozent auf 39,9 Milliarden Pesos zunahmen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland stiegen die Tilgungen um 85,8 Prozent auf 14,2 Milliarden Pesos und die Zinszahlungen um 18,9 Prozent auf 22,5 Milliarden Pesos. Im ersten Halbjahr beliefen sich die Tilgungszahlungen allein auf 743 Milliarden Pesos, was 70,4 Prozent des Jahresprogramms von 1,055 Billionen Pesos entspricht. Die Zinszahlungen für die ersten sechs Monate beliefen sich auf 483,7 Milliarden Pesos, was 50,9 Prozent des für 2026 geplanten Programms von 950 Milliarden Pesos entspricht.