Politik

Philippinische Regierung verbietet Gorebox nach Schusswaffenvorfall an einer Schule

Die philippinische Regierung hat das Spiel Gorebox aus dem Google Play Store und Steam in den Philippinen verboten. Hintergrund ist ein Schusswaffenvorfall an einer Schule in Tacloban City. Dort hatte sich einer der beiden jugendlichen Täter als spielsüchtig für das gewalttätige Online-Videospiel erwiesen.

Smiling Group Sitting on Steps Outdoors during DaytimeGarakta-Studio
Symbolbild: Envato

Die Entscheidung der Regierung zeigt, dass sie Maßnahmen ergreifen will, um die Jugend zu schützen. Das Verbot ist eine Reaktion auf die Tragödie in Tacloban City. Dort hatte sich herausgestellt, dass einer der beiden jugendlichen Täter süchtig nach dem gewalttätigen Online-Videospiel war.

Die Regierung will Wege finden, um Minderjährige vor digitalen Inhalten zu schützen, die ihre Gedankenwelt negativ beeinflussen könnten. Das Verbot eines oder zweier Spiele ist jedoch nicht die einzige Lösung für das Problem. Es gibt keine klaren Beweise, dass ein Videospiel allein die Ursache für Gewaltverhalten ist.

Es gibt viele Faktoren, die das Verhalten von Jugendlichen beeinflussen können, darunter die häusliche Situation, die psychische Gesundheit und der Mangel an Unterstützung durch Eltern und Lehrer. Wenn der Fokus nur auf Videospielen liegt, könnten die tieferen Ursachen von Gewalt übersehen werden.

Das Verbot sollte der Beginn einer umfassenderen Strategie sein. Es ist notwendig, die digitale Kompetenz zu verbessern, die Technologie verantwortungsvoll zu nutzen und die Eltern aktiv in die Online-Aktivitäten ihrer Kinder einzubeziehen.

Schulen sollen Programme zur psychischen Gesundheit, zur Emotionskontrolle und zur Vermeidung von Mobbing und anderen Formen von Gewalt weiterführen. Unternehmen, die digitale Plattformen betreiben, tragen die Verantwortung für die Durchsetzung von Altersverifikationen und die Bereitstellung klarer Richtlinien für ihre Inhalte.

Altersfreigaben allein reichen nicht aus, um Minderjährige von schädlichen Inhalten fernzuhalten.

Quellen