Sicherheit

Philippinische Polizei ermittelt im Mordfall an US-Wissenschaftler Kent Carpenter

Die Philippinische Polizei hat eine Person von Interesse im Mordfall an dem US-amerikanischen Wissenschaftler und Geschäftsmann Kent Carpenter in Negros Oriental identifiziert.

Volunteer collecting plastic trash in the forest. The concept of environmental conservation. Globalnateemee
Symbolbild: Envato

Die Philippinische Nationalpolizei hat eine Sonderermittlungsgruppe gebildet. Sie soll den tödlichen Schusswaffenvorfall an Carpenter in seinem Haus in Sibulan am 12. Juli untersuchen.

Carpenter war 73 Jahre alt. Er sah am Sonntag fern, als drei Verdächtige in sein Haus eindrangen und ihn erschossen. Seine Begleiterin wurde angeblich gefesselt und vergewaltigt.

Die Verdächtigen durchsuchten das Haus und raubten die Opfer aus. Sie nahmen einen Laptop, Bargeld und einen Rucksack mit Ausweisdokumenten mit.

Die Polizei nannte Carpenter einen Geschäftsmann, der seit 1975 die Philippinen besuchte. Das Motiv für die Tat könnte beruflich, privat oder geschäftlich bedingt sein. Auch ein einfacher Raubüberfall ist möglich.

Carpenter war ein Meeresbiologe. Er hatte im Jahr 2016 im Schiedsverfahren zur West Philippine Sea über zerstörerische Fischereiaktivitäten ausgesagt. Das Verfahren bestätigte die ausschließliche Wirtschaftszone der Philippinen und widerlegte Chinas Ansprüche.

Er war auch an einer Studie beteiligt. Diese identifizierte die Verde Island Passage zwischen Südluzon und MIMAROPA als das Zentrum der marinen Küstenfischvielfalt weltweit. Carpenter setzte sich aktiv für den Schutz der Passage ein.

Der Meeresrechtsexperte Jay Batongbacal nannte Carpenter einen langjährigen Teil der philippinischen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Er habe sich für Meeresnaturschutzprogramme und -projekte im Land eingesetzt.

Batongbacal zeigte sich schockiert. Der Mord ereignete sich am Abend des 10. Jahrestages des Schiedsverfahrens, das die Philippinen gewannen. Er forderte, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Quellen