Politik

Philippinische Parlamentarier kritisieren rassistisches Video aus China

Philippinische Parlamentarier haben ein Video der chinesischen Staatsmedien kritisiert. Darin werden Filipinos als Affen dargestellt, die nur den Willen mächtiger Verbündeter folgen.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

Die Abgeordnete Leila de Lima nannte das Video rassistisch. Es zeige die Arroganz und Unsicherheit Chinas, weil die Philippinen ihre Souveränitätsrechte im West Philippinen Meer verteidigen.

Das Video zeigt einen anthropomorphisierten Affen mit traditioneller Kopfbedeckung und Hemd. Er wird von Händen gezogen, die mit USA und Japan beschriftet sind. Der Affen liest einen falschen Text und wird dann ins Meer geworfen.

Das Video ist Teil einer Reihe von chinesischen Versuchen, die Position der Philippinen im West Philippinen Meer zu untergraben. Dieses Gebiet gehört zur ausschließlichen Wirtschaftszone der Philippinen.

Die Reaktionen auf das Video waren stark. Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. nannte China weder sicher noch vertrauenswürdig. Er wurde von Peking wegen früherer Aussagen sanktioniert.

Das Außenministerium der Philippinen protestierte bei der chinesischen Botschaft und bei China Daily. Es forderte, das Video zu entfernen. Auch Senatoren und Abgeordnete kritisierten das Video.

Senator Sherwin Gatchalian forderte respektvollen Dialog und Zurückhaltung. Senator Francis Pangilinan nannte das Video enttäuschend und hinderlich für Chinas Ansehen.

Eine Gruppe von Abgeordneten nannte das Video moralisch bankrott und intellektuell verzweifelt. Sie forderten ebenfalls die Entfernung des Videos.

Die chinesische Botschaft und das Außenministerium in Peking haben bisher nicht auf die Forderungen der Philippinen reagiert.

Quellen