Philippinische Landwirtschaft erwartet Wachstum im zweiten Quartal 2026
Die landwirtschaftliche Produktion auf den Philippinen soll im zweiten Quartal 2026 gestiegen sein. Das teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Allerdings könnten El Niño und andere Herausforderungen die Leistung im weiteren Jahresverlauf dämpfen.
Arnel de Mesa, Landwirtschaftsassistent und Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, zeigte sich zuversichtlich. Er nannte keine konkrete Schätzung. De Mesa warnte jedoch vor Risiken durch El Niño. Laut der neuesten Vorhersage der Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration könnte die Trockenperiode bis Anfang 2027 andauern.
De Mesa hofft, dass die Ernte im dritten Quartal verschont bleibt. Er betonte, dass Regenfälle in den richtigen Einzugsgebieten notwendig sind. Die Erträge von Nutzpflanzen, die mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Produktion ausmachen, sollen sich erholen. Das geht aus einer ersten Einschätzung der Philippine Statistics Authority hervor.
Die PSA führt derzeit eine Analyse der stehenden Pflanzen durch. Demnach könnte die Anbaufläche für Reis zunehmen. Starke Preise für ungemahlenen Reis in der letzten Erntezeit haben die Bauern ermutigt, mehr Reis anzubauen. Zudem halfen Reparaturen am Upper Pampanga River Integrated Irrigation System in Nueva Ecija. Das System versorgt rund 40.000 Hektar Reisfelder.
Neben Reis erholen sich auch die Fischerei und andere Nutzpflanzen wie Mais. De Mesa nannte steigende Exporte als weiteren Wachstumsfaktor. Er verwies auf laufende Gespräche mit Japan über Zölle auf Bananenexporte. Zudem sollen Freihandelsabkommen mit Kanada und der Europäischen Union die Produktion hochwertiger kommerzieller Nutzpflanzen fördern.
Die Landwirtschaftsproduktion der Philippinen sank im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent auf 437,52 Milliarden Peso. Der Wert von Nutzpflanzen und Fischerei ging zurück, während der Wert von Vieh und Geflügel stieg. Im Jahr 2025 stieg die landwirtschaftliche Produktion um 2,6 Prozent auf 1,77 Billionen Peso. Das war das höchste Wachstum seit 2017.
Das University of Asia and the Pacific Center for Food and Agri Business prognostiziert für 2026 eine stagnierende landwirtschaftliche Produktion. Sie könnte um 0,5 Prozent sinken oder steigen. Die Prognose geht von einer gemischten Leistung in den Teilsektoren aus. Geflügel und Vieh sollen das Wachstum unterstützen, während Nutzpflanzen und Fischerei unter Druck bleiben.