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Philippinische Anwaelte fordern mehr Filipino in Gerichtsverfahren

Die Philippine Trial Lawyers Association (PTLA) fordert, dass Gerichte in den Philippinen während des Buwan ng Wikang Pambansa im August Filipino verwenden sollen.

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Symbolbild: Envato

Die PTLA argumentiert, dass die Gerichtsverfahren die Sprache widerspiegeln sollten, die die meisten Filipinos sprechen und verstehen.

Derzeit werden Gerichtsverfahren in den Philippinen überwiegend auf Englisch geführt. Anwälte tauschen Argumente in Englisch aus. Gerichtliche Eingaben werden in Englisch verfasst. Gerichtsentscheidungen werden in Englisch veröffentlicht. Auch wenn Zeugen oft in Filipino oder einer anderen lokalen Sprache aussagen, bleibt die formale Sprache des Rechtssystems überwiegend Englisch.

Die PTLA will, dass Gerichte in den Philippinen während des Buwan ng Wikang Pambansa im August Filipino verwenden sollen. Die PTLA argumentiert, dass die Gerichtsverfahren die Sprache widerspiegeln sollten, die die meisten Filipinos sprechen und verstehen.

PTLA-Präsident Pete Principe betonte, dass Tagalog der Kern der Filipino-Nationalsprache ist. Er nannte Tagalog die wichtigste Muttersprache unter den rund 176 Sprachen im Land.

Die philippinische Verfassung erkennt Filipino als Nationalsprache an. Sie anerkennt auch die vielen regionalen Sprachen des Landes. Filipino entwickelte sich aus Tagalog, sollte aber als Nationalsprache weiter wachsen, indem es Wörter und Einflüsse aus anderen philippinischen Sprachen aufnimmt.

Die PTLA hofft, dass die Verwendung von Filipino in den Gerichten das Rechtssystem zugänglicher macht. PTLA-Generalsekretär Yolando Lim nannte das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte als Beispiel. Dort wechselten Anwälte und Senatoren-Richter häufig zwischen Englisch und Filipino.

Lim zeigte, dass die Verwendung von Filipino die Amtsenthebungsverfahren für die Zuschauer leichter verständlich gemacht hat. Präsident Ferdinand Marcos Jr. nutzt Filipino in Reden und offiziellen Treffen. Das zeigt, dass die Sprache effektiv für die Kommunikation von Regierungsrichtlinien genutzt werden kann.

Befürworter einer breiteren Nutzung von Filipino argumentieren, dass die starke Abhängigkeit von Englisch normale Filipinos benachteiligt. Dies gilt besonders in Institutionen wie Gerichten, wo juristischer Fachjargon ohnehin einschüchternd sein kann.

Kritiker warnen jedoch davor, Filipino allein mit Tagalog gleichzusetzen. Außerhalb von Metro Manila und dem größten Teil von Luzon sprechen viele Filipinos Cebuano, Ilocano, Hiligaynon, Waray, Kapampangan, Bicolano und Dutzende anderer philippinischer Sprachen als ihre Muttersprache.

Die PTLA argumentiert, dass ihr Vorschlag mit der Verfassung von 1987 übereinstimmt. Artikel XIV erklärt Filipino zur Nationalsprache und erkennt sowohl Filipino als auch Englisch als offizielle Sprachen für Kommunikation und Unterricht an. Der gleiche Artikel fordert den Staat auf, Filipino zu fördern und zu entwickeln, während andere philippinische Sprachen erhalten bleiben sollen.

Ob der Oberste Gerichtshof den Antrag genehmigt, bleibt abzuwarten. Die Diskussion über die Sprache im Rechtssystem hat jedoch bereits eine breitere Debatte angestoßen.

Quellen