Philippinen: Wirtschaftswachstum trotz Herausforderungen
Die Philippinen haben in den letzten 26 Jahren, von 2000 bis 2026, bedeutende wirtschaftliche Fortschritte gemacht. Trotz zahlreicher Herausforderungen, darunter die Asienkrise 1997, hat das Land seine Wirtschaft mehr als verdoppelt und die Armut halbiert.
Die Philippinen überstanden die Asienkrise besser als ihre Nachbarn. Reformen des Internationalen Währungsfonds in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren, wie die Schwankungen des Peso und die Stärkung des Bankensystems, schützten das Land vor den schlimmsten Auswirkungen.
Das Jahr 2000 war politisch turbulent. Der Impeachment-Prozess gegen Estrada, der EDSA-II-Aufstand und die Nachfolge von Arroyo legten eine Krise der Regierungsführung über eine Wachstumskrise. Dennoch überlebte die Wirtschaft und begann, stark zu wachsen.
Der Konsum bleibt der Haupttreiber des wirtschaftlichen Wachstums auf den Philippinen. Er macht etwa drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts aus. Zwei wichtige Säulen der Wirtschaft sind die Überweisungen von im Ausland arbeitenden Filipinos und die Geschäftsdienstleistungsauslagerung.
Überweisungen von im Ausland arbeitenden Filipinos stiegen von 2 Milliarden US-Dollar im Jahr 1994 auf 38,34 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Diese Überweisungen machen 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und zeigen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen wirtschaftliche Abschwünge.
Die Geschäftsdienstleistungsauslagerung hat sich von einem aufstrebenden Markt in den 1990er Jahren zu einem globalen Branchenführer entwickelt. Bis 2025 erzielte die Branche 38 Milliarden US-Dollar Umsatz und beschäftigte 1,82 Millionen Menschen. Bereits 2008 überholten die Philippinen Indien als weltweit führender Anbieter von Geschäftsdienstleistungsauslagerung.
Diese beiden Sektoren trugen dazu bei, die Devisenreserven der Philippinen bis Ende 2025 auf 110,9 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Das entspricht 7,4 Monaten an Importen und bietet eine Sicherheit, die für die politischen Entscheidungsträger im Jahr 2000 undenkbar gewesen wäre.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist die Verbesserung der fiskalischen Glaubwürdigkeit der Philippinen. In den frühen 2000er Jahren kämpfte das Land mit hohen Haushaltsdefiziten und Steuerhinterziehung. Reformen, insbesondere die Einführung der Mehrwertsteuer, stabilisierten die Finanzen.
In den 2010er Jahren erkannten die Kreditbewertungsagenturen die Fortschritte der Philippinen an. Das Land erhielt Investment-Grade-Bewertungen von allen großen Agenturen, was günstigere Kreditkosten und Vertrauen auf den globalen Kapitalmärkten bedeutete.
Die Ratingagentur S&P hob das überdurchschnittliche Wachstumspotenzial, die effektive Politikgestaltung und das verbesserte Investitionsklima der Philippinen hervor. Das kürzlich verabschiedete CREATE MORE Act und der PPP Code sollen stärkere ausländische Direktinvestitionen unterstützen.
Die Ratingagentur JCR aus Japan bestätigte die Bewertung A- für die Philippinen und stellte fest, dass das Verhältnis der Staatsverschuldung zum Bruttoinlandsprodukt Ende 2024 bei etwa 60 Prozent lag. Dies ist eines der niedrigsten Verhältnisse unter den von JCR bewerteten Ländern im A-Bereich.
Die Jahre unter Präsident Aquino III markierten einen wichtigen Schritt im wirtschaftlichen Wachstum der Philippinen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa sechs Prozent seit 2010 wurde das Land zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt.