Politik

Philippinen weisen chinesische Gebietsansprüche auf Batanes zurück

Die National Historical Commission of the Philippines (NHCP) wies am Freitag die chinesischen Gebietsansprüche auf Batanes zurück. Diese seien haltlos und durch historische Beweise nicht gestützt, hieß es.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

Die Kommission nannte die chinesischen Behauptungen in einer Erklärung grundlos und ohne vernünftige Basis in der Forschung. Sie betonte, dass Wissen nur wahr sein kann, wenn es auf gutem Glauben beruht.

Die NHCP kritisierte ein angebliches einstimmiges Ergebnis eines akademischen Symposiums an der Jinan University in China. Dort hatten Teilnehmer behauptet, Batanes sei eine natürliche geografische Verlängerung Taiwans. Daher sollte China die Souveränität über die nördlichste Provinz der Philippinen ausüben.

Die NHCP verwies auf Satelliten- und ozeanografische Daten. Diese zeigen eine durchgehende kontinentale Plattform, die sich von Nordluzon durch die Babuyan- und Batanes-Inseln bis zu Teilen Taiwans erstreckt. Daher beanspruche die Philippinen ein größeres Recht auf diese Gebiete.

Die Kommission wies auch Behauptungen zurück, dass Batanes während der Ming- und Qing-Dynastien unter der Jurisdiktion der Taiwan-Präfektur stand. Historische Aufzeichnungen, darunter die Berichte des britischen Entdeckers William Dampier aus dem Jahr 1687, zeigten keine Hinweise auf eine chinesische Herrschaft über die Inseln.

Die NHCP betonte, dass die Ivatan-Völker in organisierten Gemeinschaften lebten und Handel mit anderen Seefahrtsgesellschaften betrieben. Die spanische Kolonialregierung habe Batanes 1783 offiziell in die Provinz Cagayan eingegliedert. Seitdem hätten philippinische Regierungen die Souveränität über die Inseln ausgeübt.

Batanes war im Malolos-Kongress während der Ersten Philippinischen Republik vertreten und blieb Teil der nachfolgenden philippinischen Regierungen. Die NHCP wies auch Behauptungen zurück, dass Batanes nach dem Zweiten Weltkrieg von Japan an China zurückgegeben werden sollte.

Japan könne nicht an China geben, was eindeutig den Philippinen gehöre, hieß es. Die Menschen von Batanes hätten die Inseln bereits Anfang 1945 von der japanischen Besatzung befreit.

Die philippinische Regierung wies am Donnerstag die Behauptungen zurück, dass Batanes zu China gehöre. Sie betonte, dass der Konsularbezirk des chinesischen Konsulats in Laoag, Ilocos Norte, die nördlichste Provinz und Inselgruppe einschließe.

Das Außenministerium in Manila forderte die sogenannten chinesischen Wissenschaftler auf, sich stattdessen auf Studien der Region in gutem Glauben zu konzentrieren. Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. bezeichnete die Behauptungen als haltlos und lächerlich.

Die Streitkräfte der Philippinen und der Nationale Sicherheitsrat äußerten sich ebenfalls gegen die Behauptungen. Sie betonten, dass die Souveränität der Philippinen über Batanes seit langem als abschließend, unbestritten und nicht verhandelbar gelte.

Quellen