Sicherheit

Philippinen: Verteidigungsminister warnt vor chinesischen Gebietsansprüchen

Der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. warnte vor jüngsten Aussagen eines chinesischen Akademikers. Dieser hatte Batanes historisch mit Taiwan in Verbindung gebracht. Teodoro sieht darin eine potenzielle Bedrohung für die nationale Sicherheit der Philippinen.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Teodoro äußerte sich am Rande des National Peace Walk. Dieser Gedenkmarsch fand zum 10. Jahrestag des wegweisenden Schiedsspruchs des Ständigen Schiedsgerichtshofs zum Südchinesischen Meer statt. Er rief die Filipinos dazu auf, wachsam zu bleiben. Narrative könnten genutzt werden, um zukünftige chinesische Gebietsansprüche zu rechtfertigen.

Der Minister bezog sich auf die Bemerkungen eines chinesischen Akademikers. Dieser hatte behauptet, dass Batanes historisch zu Taiwan gehört. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums. Diese Behauptung stieß auf Kritik von philippinischen Beamten und Rechtsgelehrten.

Teodoro betonte, dass die Philippinen jede Einmischung in ihre Hoheitsgewässer und die ausschließliche Wirtschaftszone um Batanes verhindern wollen. Er warnte auch vor möglichen ausländischen Einflussoperationen im Land.

Die Verteidigungsstrategie der Streitkräfte erstreckt sich über das Westphilippinische Meer hinaus. Sie umfasst das gesamte maritimen Gebiet der Philippinen. Dazu gehören die Pazifikküste, das Philippinische Plateau und die nördliche Grenze in Batanes.

Teodoro räumte ein, dass der Schiedsspruch von 2016 Chinas Handlungen in den umstrittenen Gewässern nicht gestoppt hat. Er hob jedoch hervor, dass das Urteil die weitreichenden maritimen Ansprüche Chinas erheblich untergraben hat. Zudem habe es die internationale Unterstützung für die Philippinen gestärkt.

Die Philippinen gewannen den wegweisenden Schiedsspruch am 12. Juli 2016. Damals erklärte das Ständige Schiedsgericht Chinas expansive Neun-Strich-Linie im Südchinesischen Meer für ungültig. Peking lehnt das Urteil weiterhin ab. Die Entscheidung bleibt jedoch endgültig und völkerrechtlich bindend.

Quellen