Philippinen treten UNESCO-Initiative für digitale Bildung bei
Die Philippinen haben der UNESCO-UNICEF Gateways to Public Digital Learning Initiative beigetreten. Damit erhält das Land Zugang zu einem internationalen Netzwerk, das die Entwicklung öffentlicher digitaler Lernplattformen unterstützt. Das kündigte die Vorsitzende der Commission on Higher Education (CHED), Shirley Agrupis, am Freitag an.
Agrupis gab die Nachricht während des Transforming Education Summit +4 bei der UNESCO-Zentrale in Paris bekannt. Dort trafen sich Bildungsminister und Vertreter von UNESCO, UNICEF und der International Telecommunication Union (ITU). Sie diskutierten über digitale Lerninitiativen.
Die Gateways-Initiative startete 2022. Sie hilft den Mitgliedsländern, öffentliche digitale Lernplattformen zu entwickeln und zu stärken. Die Mitgliedschaft ist freiwillig und bietet den teilnehmenden Ländern Zugang zu technischer Unterstützung und Zusammenarbeit mit mehr als 30 Mitgliedstaaten.
Agrupis betonte, dass die Philippinen zu den weltweit am stärksten digital engagierten Gesellschaften gehören. Viele Filipinos, insbesondere junge Menschen, seien aktiv im Internet. Die Herausforderung bestehe jedoch darin, die digitale Vernetzung in bessere Lernergebnisse umzusetzen.
Die CHED verwaltet mehr als 2.300 Hochschulen, die über ein Archipel mit über 7.600 Inseln verteilt sind. Digitale Bildung ist daher ein wichtiges Werkzeug, um den Zugang zu Bildung zu erweitern.
Die Kommission nannte laufende Initiativen wie die Ausweitung von Glasfaser- und Satelliteninternet auf abgelegene Campus, die Vergabe von Smart Campus-Zuschüssen, die Schulung von Lehrkräften im Einsatz von Künstlicher Intelligenz und digitalen Werkzeugen im Unterricht sowie die Bereitstellung kostenloser digitaler Bibliotheken für Studierende und Forscher.
Agrupis erklärte, dass die Philippinen von anderen Mitgliedsländern lernen wollen, wie sie hochwertige öffentliche digitale Lerninhalte entwickeln und verwalten können. Sie sollen sicherstellen, dass digitale Plattformen auf Lehrplanreformen und die Bedürfnisse der Lernenden reagieren.
Die CHED will auch erfahren, wie andere Länder bewerten, ob Investitionen in digitale Bildung die Lernergebnisse verbessern. Die Partnerschaft soll die digitalen Lernmöglichkeiten für Studierende und Lehrkräfte erweitern, insbesondere in abgelegenen und unterversorgten Gebieten. Sie soll auch die Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden, Hochschulen und Partnern aus der Privatwirtschaft stärken.