Wirtschaft

Philippinen positionieren sich als stabiler Partner für kritische Mineralien

Die Philippinen wollen sich als zuverlässiger Partner für kritische Mineralien etablieren. Die Philippine Nickel Industry Association (PNIA) betonte die Bedeutung einer diversifizierten und widerstandsfähigen regionalen Lieferkette für kritische Mineralien. Indonesiens bevorstehende Entscheidung über seine Nickel-Förderquote für 2026 unterstreicht diese Notwendigkeit.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Die Philippinen gehören zu den führenden Nickel-Produzenten weltweit. Das Land deckt etwa 10 Prozent der globalen Nickel-Produktion ab und verfügt über die sechstgrößten Nickel-Vorräte der Welt. Im Jahr 2025 produzierten die Philippinen 67 Millionen Tonnen Nickel-Erz. Mehr als 70 Prozent davon stammen von Unternehmen, die der PNIA angehören.

PNIA-Präsident Atty. Dante R. Bravo nannte Indonesiens jährliche Quotenentscheidungen ein Beispiel dafür, dass die globale Nickel-Versorgung nicht von den politischen Kalendern eines einzigen Landes abhängen sollte. Die Philippinen haben sich als zuverlässiger Lieferant erwiesen, der auch in Krisenzeiten liefert.

Die PNIA sieht Indonesien als strategischen Partner, um die Rolle der ASEAN im globalen Nickel-Wertschöpfungsprozess zu stärken. Anfang dieses Jahres unterzeichneten die PNIA und die Asosiasi Penambang Nikel Indonesia (APNI) ein Memorandum of Understanding. Sie wollen die Zusammenarbeit in verantwortungsvollem Bergbau, Nachhaltigkeit, Investitionsförderung und Wissensaustausch vertiefen.

Die PNIA betonte die Bedeutung der Diversifizierung der Lieferketten für kritische Mineralien. Die Welt habe aus den Erfahrungen mit Kobalt, Seltenen Erden und Nickel gelernt, dass eine Konzentration der Versorgung auf wenige Märkte riskant sei. Die ASEAN-Staaten haben die geologischen, arbeitsmarktlichen und finanziellen Voraussetzungen, um diese Risiken zu minimieren.

Die PNIA will die Philippinen für Investitionen in die Weiterverarbeitung attraktiver machen. Dazu sollen die Genehmigungsverfahren effizienter und die Regulierung vorhersehbarer werden. Die PNIA arbeitet mit verschiedenen Ministerien zusammen, um diese Ziele zu erreichen.

Die PNIA sieht auch neue Chancen durch die Vertiefung der Beziehungen zu Kanada. Ein Freihandelsabkommen zwischen den Philippinen und Kanada sowie eine breitere ASEAN-Kanada-Vereinbarung könnten globale Hersteller und Batteriehersteller mit einer alternativen Beschaffungsoption versorgen. Diese Option wäre auf ASEAN-Lieferketten gegründet und nicht auf ein einzelnes Land konzentriert.

Quellen