Wirtschaft

Philippinen nutzen Erfahrungen aus Südostasien für Solarenergie-Ausbau

Die Philippinen können aus den Erfahrungen anderer Länder in Südostasien lernen. Diese Länder haben bei der Ausweitung ihrer Solarenergie-Märkte regulatorische und Umsetzungsschwierigkeiten erlebt. Die Philippinen sollen diese Fehler vermeiden.

Congested Cityscape Of Baguio City Philippines
Symbolbild: Envato

Das Land will den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix bis 2030 auf 35 Prozent und bis 2040 auf 50 Prozent erhöhen. Solarenergie ist dabei eine zentrale Technologie. Sie macht bereits mehr als die Hälfte der Kapazitäten aus, die im Rahmen des Green Energy Auction Program des Energieministeriums vergeben wurden.

Atty. Smile Yu, Anwältin für Ressourcen, Energie und Mobilität bei ClientEarth, betonte, dass die Philippinen aus den Fehlern anderer lernen sollten. Sie nannte Vietnam, Indonesien und Malaysia als Beispiele. Diese Länder haben gezeigt, dass ambitionierte Ziele allein nicht ausreichen.

In Vietnam führte die schnelle Ausweitung der Solarenergie zu Engpässen im Stromnetz. In Indonesien mussten Entwickler und Investoren sich an ständig wechselnde Vorschriften anpassen. In Malaysia musste die Gesetzgebung weiterentwickelt werden, um konkurrierende Landnutzungen zu managen.

Yu nannte klare und vorhersehbare Genehmigungsverfahren, transparente Netzanschlussregeln und regulatorische Rahmenbedingungen für Energiespeicherung als wichtige Maßnahmen. Sie betonte, dass die Philippinen diese Maßnahmen frühzeitig umsetzen sollten.

Die Philippinen sollen die Planung erneuerbarer Energien mit der Landnutzungsplanung, Umweltregulierung und der Entwicklung von Übertragungsinfrastrukturen koordinieren. So können sie teure Verzögerungen und Unsicherheiten vermeiden.

Yu nannte die Stärke der rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen als entscheidenden Faktor für den Erfolg. Länder, die vorhersehbare Vorschriften und eine koordinierte Planung haben, können ihre Ziele besser erreichen.

Quellen