Gesellschaft

Philippinen: Neue Schulberater sollen Zugang zu psychischer Hilfe erweitern

Die Philippinen haben nur rund 4.000 lizenzierte Schulberater. Diese Knappheit ist ein drängendes Problem, da Gewalt an Schulen und die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zunehmend in den Fokus rücken. Der Schusswaffenangriff an einer Schule in Tacloban City am 22. Juni hat die Bedeutung von Beratern für die Unterstützung traumatisierter Schülerinnen und Schüler sowie für die Prävention von Gewaltvorfällen unterstrichen.

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Symbolbild: Envato

Um die Situation zu verbessern, hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. im Dezember 2024 das Gesetz RA No. 12080 unterzeichnet. Dieses Gesetz verpflichtet zur Schaffung von Schulberater-Assistenten, die den Schulberatern zur Seite stehen sollen. Diese Assistenten benötigen keine Lizenz, um vom Bildungsministerium eingestellt zu werden. Sie können jedoch bei der Schulung und Sensibilisierung, der Dokumentation und bei der Erstbewertung helfen.

Schulberater-Assistenten können auch Orientierungsprogramme für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer durchführen. Diese Programme sollen Gewalt an Schulen verhindern und bekämpfen. Sie können auch psychologische Erste Hilfe leisten, wenn sie entsprechend geschult sind. Wenn sie Psychometriker sind, können sie psychische Gesundheits-Screenings durchführen und Schülerinnen und Schüler an lizenzierte Berater verweisen.

Bildungsminister Sonny Angara kündigte an, dass das Bildungsministerium den Einstellungsprozess auf 36 Tage verkürzen will. Der Prozess beginnt, sobald das Finanzministerium die Schaffung der Position offiziell genehmigt. Das Bildungsministerium will mit der Entsendung der ersten Schulberater-Assistenten an öffentliche Schulen im ganzen Land im September beginnen.

Das Bildungsministerium kann im Jahr 2026 bis zu 10.000 Schulberater-Assistenten einstellen. Zudem will das Ministerium 4.400 unbesetzte Beraterstellen umstrukturieren, um zusätzliche Stellen für Schulberater-Assistenten zu schaffen. Die Philippinen haben mehr als 45.000 öffentliche Schulen. Der Bildungsminister Wilfredo Cabral nannte als Priorität die Entsendung der Assistenten an große Schulen, Schulen mit hoher Gewaltprävalenz und Schulen, die Gewaltvorfälle oder Sicherheitsbedrohungen gemeldet haben.

Die Philippine Guidance and Counseling Association (PGCA) begrüßte die Schaffung der Position der Schulberater-Assistenten. Sie betonte, dass dies eine wichtige Investition in das Schulgesundheitssystem sei. Die PGCA wies jedoch darauf hin, dass das Land immer noch nicht genügend lizenzierte Schulberater hat. Die PGCA forderte eine Überprüfung der Vergütung, der Karriereentwicklung und der Bindungspolitik für registrierte Schulberater, um mehr Fachkräfte in das öffentliche Schulsystem zu locken.

Quellen