Philippinen leiten ASEAN-Übung zur nuklearen Notfallbereitschaft
Die Philippinen führten vom 6. bis 8. Juli in Metro Manila die ASEAN-Übung zur nuklearen Notfallbenachrichtigung und Kommunikation durch. Dabei testeten die ASEAN-Mitgliedstaaten und internationale Partner die regionale Koordination bei einem simulierten nuklearen oder radiologischen Notfall.
Das Department of Energy (DOE) organisierte die Übung. Es ist Vorsitzender des Nuclear Energy Program-Inter-Agency Committee (NEP-IAC).
Das DOE nannte die Übung eine Bestätigung der regionalen Notfallreaktionen. Diese basieren auf dem ASEAN-Protokoll für die Vorbereitung und Reaktion auf nukleare oder radiologische Notfälle.
Die Übung unterstrich die Führung der Philippinen unter ihrer ASEAN-Vorsitzschaft 2026. Sie förderte die regionale Zusammenarbeit bei der nuklearen Notfallbereitschaft und der grenzüberschreitenden Notfallreaktion.
An der Übung nahmen verschiedene philippinische Behörden teil. Dazu gehörten das DOE, das Department of Science and Technology-Philippine Nuclear Research Institute (DOST-PNRI), das Office of Civil Defense, das Department of Foreign Affairs, das Department of National Defense, das Department of the Interior and Local Government und das Presidential Communications Office.
Auch Delegierte aus ASEAN-Mitgliedstaaten und internationalen Organisationen waren dabei. Dazu gehörten die International Atomic Energy Agency (IAEA), die Europäische Kommission, das ASEAN Centre for Energy, das ASEAN Network of Regulatory Bodies on Atomic Energy, das Nuclear Energy Cooperation Sub-Sector Network und ENCO Consulting.
DOE-Unterstaatssekretär Giovanni Carlo J. Bacordo betonte die Bedeutung der Übung. Er nannte die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch über Grenzen hinweg als grundlegend für den Schutz der Menschen und der Umwelt.
Die dreitägige Übung simulierte einen regionalen nuklearen oder radiologischen Notfall. Sie testete, wie ASEAN-Mitgliedstaaten sich benachrichtigen, technische Informationen austauschen, Schutzmaßnahmen koordinieren und der Öffentlichkeit zeitnah und genau informieren.
Die Simulation umfasste fünf Hauptphasen. Dazu gehörten die Erklärung des Notfalls und die erste nationale Reaktion, die ASEAN-Benachrichtigung und der Informationsaustausch, Feldmessungen und die Entscheidung über Schutzmaßnahmen, die öffentliche Information und Kommunikation sowie eine Live-Pressekonferenz-Simulation.
Die Aktivitäten umfassten technische und politische Briefings, vorbereitende Diskussionen, Feldreaktionen am DOST-PNRI in Quezon City, eine regionale Gerüchte-Management-Simulation und Evaluationssitzungen zur Identifizierung von Lücken in den regionalen Reaktionsmechanismen.
Die Übung baute auf der vorherigen Ausrichtung der Philippinen des Nuclear Detection Exercise, MITSATOM 2025, auf. Sie wurde als eine der Flaggschiff-Aktivitäten unter der ASEAN-Vorsitzschaft der Philippinen 2026 vorgeschlagen.
Bacordo betonte die Bedeutung der Vorbereitung. Er nannte die rechtzeitige, genaue und koordinierte Informationsweitergabe als Schutz für die Öffentlichkeit und zur Stärkung des öffentlichen Vertrauens in die nukleare Bereitschaft.