Wirtschaft

Philippinen: Handelsdefizit im Mai um 50,5 Prozent gestiegen

Das Handelsdefizit der Philippinen hat sich im Mai um 50,5 Prozent vergrößert. Dies geht aus den neuesten Daten der Philippine Statistics Authority hervor. Im Mai betrug das Defizit 5,48 Milliarden US-Dollar, was deutlich mehr ist als die 3,64 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Im Vergleich zu März sank das Defizit jedoch auf 5,04 Milliarden US-Dollar.

Lettuce for sale at marketleungchopan
Symbolbild: Envato

Die Ausweitung des Handelsdefizits ist auf einen starken Anstieg der Importe zurückzuführen. Diese stiegen im Jahresvergleich um 21,9 Prozent auf 13,36 Milliarden US-Dollar. Die Exporte legten um 7,6 Prozent auf 7,87 Milliarden US-Dollar zu. Insgesamt stieg der Außenhandel mit Waren um 16,1 Prozent auf 21,23 Milliarden US-Dollar. Importe machten dabei 62,9 Prozent des Handels aus, während Exporte 37,1 Prozent ausmachten.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 stiegen die Exporte um 10,6 Prozent auf einen Rekordwert von 37,87 Milliarden US-Dollar. Die Importe erhöhten sich um 16,2 Prozent auf einen Höchststand von 63,11 Milliarden US-Dollar. Dies spiegelt die anhaltende Nachfrage nach importierten Rohstoffen, Kapitalgütern und elektronischen Komponenten wider.

Elektronische Produkte blieben die wichtigsten Exportgüter der Philippinen und generierten im Mai 4,30 Milliarden US-Dollar, was 54,6 Prozent der Gesamtexporteinnahmen ausmachte. Maschinen und Transportausrüstungen folgten mit 441,61 Millionen US-Dollar, während andere Mineralprodukte 406,78 Millionen US-Dollar beitrugen.

Die Vereinigten Staaten blieben der größte Exportmarkt für die Philippinen und machten 17,2 Prozent der Gesamtexporte aus. Es folgten Hongkong, Japan, China und Singapur. Auf der Importseite dominierten ebenfalls elektronische Produkte mit 4,63 Milliarden US-Dollar, was 34,7 Prozent der Gesamteinfuhren ausmachte. Mineralöle folgten mit 1,75 Milliarden US-Dollar, und Transportausrüstungen machten 806,83 Millionen US-Dollar aus.

China blieb die größte Quelle für Importe der Philippinen mit 4,23 Milliarden US-Dollar, was 31,7 Prozent der Gesamteinfuhren ausmachte. Südkorea, Indonesien, Malaysia und Japan komplettierten die Top fünf Lieferanten. Fertigwaren machten den größten Anteil der philippinischen Exporte aus, nämlich 78,2 Prozent, während Rohstoffe und Zwischenprodukte den größten Teil der Importe ausmachten, nämlich 40,9 Prozent. Dies unterstreicht die anhaltende Abhängigkeit der Philippinen von importierten Eingaben für die inländische Produktion und Exporte.

Quellen