Philippinen feiern zehnten Jahrestag des Schiedsspruchs zum UNCLOS
Am 12. Juli 2026 feiert die Philippinen den zehnten UNCLOS, ein Meilenstein, der Teil unserer nationalen Geschichte geworden ist. Jahrestage laden uns ein, nicht nur an die Vergangenheit zu erinnern, sondern auch darüber nachzudenken, wer wir sind und welche Zukunft wir gemeinsam aufbauen möchten.
Vor mehr als einem Jahrzehnt, im Januar 2013, traf die Philippinen eine wegweisende Entscheidung. Angesichts komplexer maritimer Herausforderungen wandte sich unser Land an das internationale Recht und die friedliche Beilegung von Streitigkeiten. Diese Entscheidung basierte auf der Überzeugung, dass das, was richtig ist, niemals von der Größe einer Nation oder der Stärke ihres Militärs abhängen sollte, sondern von den dauerhaften Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Rechtsstaatlichkeit.
Diese Entscheidung führte zu dem wegweisenden Schiedsspruch, den das Schiedsgericht am 12. Juli 2016 erließ. Das Schiedsgericht stellte wichtige Grundsätze des UNCLOS klar und bestätigte, dass maritime Rechte und Ansprüche durch das internationale Recht geregelt werden. Für die internationale Gemeinschaft dient der Schiedsspruch als starke Bestätigung dafür, dass Streitigkeiten durch rechtliche und friedliche Mittel beigelegt werden können und dass das internationale Recht die Rechte aller Staaten, großer und kleiner, schützt.
Für die Filipinos bedeutet der Schiedsspruch jedoch etwas noch Tieferes. Es geht um die Fischer, die auf das Meer angewiesen sind, um ihre Familien zu ernähren. Es geht um die Küsten Gemeinden, deren Zukunft auf gesunden Meeren und nachhaltigen Ressourcen beruht. Es geht um unsere Männer bei den AFP, der PCG, anderen maritimen Strafverfolgungsbehörden, Wissenschaftlern, Erziehern und öffentlichen Bediensteten, die sich der Sicherung unserer maritimen Domäne widmen.
Vor allem aber geht es um jeden Filipino, der der Meinung ist, dass unsere Nation ihre rechtmäßigen Interessen mit Würde, Verantwortung und Frieden verfolgen sollte. Als maritime und archipelische Nation hat das Meer unsere Geschichte und Identität stets geprägt. Es verbindet unsere Inseln, trägt zu unserem Lebensunterhalt bei, stärkt unsere Wirtschaft und verbindet uns mit der Welt.
Der zehnte Jahrestag des Schiedsspruchs erinnert uns auch daran, dass dieser Meilenstein und sein Vermächtnis jedem Filipino gehören. Es gehört keiner Regierung, Institution oder politischen Partei. Es gehört uns allen, wenn wir uns bemühen, sicherzustellen, dass unsere Jugend und alle künftigen Generationen nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Vorteile des Bürgers eines großen maritimen Staates erben.
Die Philippinen bleiben standhaft bei der Förderung einer maritimen Zukunft, die auf internationalem Recht, verantwortungsvoller Verwaltung unserer Meere und konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Nationen basiert. Wir werden weiterhin den Dialog über die Zwietracht, die Zusammenarbeit über den Konflikt und die friedliche Beilegung von Streitigkeiten gemäß dem internationalen Recht fördern.
Wenn wir diesen historischen Meilenstein begehen, blicken wir über den Schiedsspruch hinaus und nehmen an, was er repräsentiert. Er soll uns daran erinnern, dass die Philippinen am stärksten sind, wenn wir zusammenstehen, selbstbewusst in unseren Grundsätzen, vereint in unserem Ziel und verpflichtet zur friedlichen Verfolgung unserer nationalen Interessen.
Vor zehn Jahren bestätigte der Schiedsspruch wichtige Rechtsgrundsätze. Nachhaltiger bestätigte er etwas über das philippinische Volk: dass unsere Nation bereit ist, für das, was richtig ist, mit Mut, Selbstvertrauen und Überzeugung einzustehen. Diese Lektion ist heute genauso aktuell wie vor einem Jahrzehnt.
Möge dieser Jahrestag unseren Stolz als maritime und archipelische Nation erneuern, unser Verständnis für die Meere, die uns ernähren, vertiefen und jeden Filipino inspirieren, ein Verwalter unseres gemeinsamen maritimen Erbes zu werden. Die Geschichte des Schiedsspruchs ist letztlich die Geschichte der Filipinos, eine Geschichte von Resilienz, Einheit und Glauben, dass die Rechtsstaatlichkeit der sicherste Weg zu einer gerechten, friedlichen und prosperierenden Zukunft ist.