Philippinen: Experte fordert konsequente Verfolgung von Finanzspuren im Kampf gegen Korruption
Ein Experte für Steuerpolitik hat die Philippinen aufgefordert, Finanzspuren konsequent zu verfolgen. Das soll helfen, Korruption zu bekämpfen.
Der Experte nannte das Beispiel des amerikanischen Gangsters Al Capone. Capone wurde nicht wegen seiner kriminellen Aktivitäten verurteilt. Stattdessen wurde er wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der Experte betonte, dass diese Strategie auch heute noch relevant ist.
Er nannte den 22. Juni als Beispiel. An diesem Tag traf er den Ombudsmann Jesus Crispin Remulla. Der Treffpunkt war die Philippinische Botschaft in Washington DC. Der Botschafter der Philippinen in den Vereinigten Staaten, Jose Manuel Romualdez, stellte den Experten vor.
Der Experte ist ein Steueradvokat. Er hat sich in seiner Karriere für Steuerreformen eingesetzt. Zudem kämpft er gegen Korruption durch eine stärkere Steuerverwaltung. Er will auch ausländische Direktinvestitionen in die Philippinen anziehen.
Der Experte nannte mehrere Beispiele. Dazu gehören Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausgaben, Beschaffung und Infrastrukturprojekten. Auch geheime Fonds und fragwürdige Abrechnungen gehören dazu. Solche Fälle können Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern, um gelöst zu werden.
Zeugen verschwinden. Dokumente werden angezweifelt. Fälle bewegen sich langsam durch das Justizsystem. Politische Allianzen ändern sich. Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich auf andere Themen. Dennoch tragen die Steuerzahler die Last.
Der Experte forderte eine koordinierte Strategie. Diese soll Finanzspuren verfolgen, unerklärten Reichtum aufdecken und Steuergesetze konsequent durchsetzen. Das soll unabhängig von politischer Zugehörigkeit, Position oder Einfluss geschehen.
Das Bureau of Internal Revenue (BIR) soll eng mit dem Office of the Ombudsman zusammenarbeiten. Auch der Anti-Money Laundering Council (AMLC), die Commission on Audit (COA), die Securities and Exchange Commission (SEC) und die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) sollen beteiligt sein. Die Land Registration Authority (LRA) und andere Behörden sollen ebenfalls mitwirken.
Diese Behörden sollen Vermögens-, Schulden- und Netto-Wert-Aussagen (SALNs) prüfen. Auch Einkommensteuererklärungen, Eigentumsunterlagen und finanzielle Transaktionen sollen untersucht werden. Das soll helfen, Steuergesetze zu durchsetzen.
Der Experte betonte, dass Steuerhinterziehung oft leichter nachzuweisen ist als Korruption. Steuerfälle konzentrieren sich auf eine objektive Frage. Es geht darum, ob Einkommen verdient, empfangen oder angesammelt wurde. Zudem geht es darum, ob es korrekt deklariert und besteuert wurde.
Der Experte nannte die Prinzipien. Wenn Reichtum existiert, muss seine Quelle erklärt werden. Wenn die Quelle nicht rechtmäßig festgestellt werden kann, sollen die Behörden prüfen, ob Steuern korrekt gezahlt wurden. Wenn Steuern nicht gezahlt wurden, soll die Regierung die entsprechenden zivilen, administrativen und strafrechtlichen Maßnahmen ergreifen.
Eine erfolgreiche Steuerverfolgung hat erhebliche Konsequenzen. Neben der Zahlung von Steuern, Strafen und Bußgeldern können strafrechtliche Verurteilungen zu Haftstrafen führen. Öffentliche Amtsträger, die wegen Korruption und steuerbezogener Vergehen verurteilt werden, sollen lebenslang von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden.
Der Experte betonte, dass die Bekämpfung der Korruption nicht nur auf spektakuläre Ermittlungen angewiesen sein soll. Sie soll durch ein koordiniertes System unterstützt werden. Dieses soll Finanzspuren verfolgen, unerklärten Reichtum aufdecken und Steuergesetze konsequent durchsetzen.
Der Experte ist ein globaler Experte für Steuerpolitik. Er wird oft von ausländischen Investoren gefragt, was die Philippinen tun müssen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Seine Antwort ist immer dieselbe: Institutionen stärken, die Rechtsstaatlichkeit durchsetzen und Rechenschaftspflicht sicherstellen.
Investoren werden nicht nur durch Steueranreize und wirtschaftliche Reformen angezogen. Sie werden auch durch Vertrauen angezogen. Sie investieren dort, wo Verträge respektiert werden, Gesetze durchgesetzt werden und Korruption bestraft wird. Sie investieren dort, wo Institutionen stärker sind als Persönlichkeiten.