Politik

Philippinen erheben diplomatischen Protest gegen China Daily

Das philippinische Außenministerium hat am Freitag einen formellen diplomatischen Protest gegen China Daily eingereicht. Grund sind entwürdigende und rassistische Darstellungen von Filipinos in Videos und Karikaturen.

Philippine traditional village
Symbolbild: Envato

Die Videos und Karikaturen beziehen sich auf das Schiedsgerichtsurteil von 2016. Das Außenministerium nannte die Inhalte abstoßend und rassistisch.

Das Außenministerium hatte bereits am 16. Juli 2026 bei einem Treffen mit dem chinesischen Botschafter Jing Quan Protest eingelegt. Unterstaatssekretär Leo Herrera-Lim forderte die Entfernung der Inhalte.

Herrera-Lim betonte, solche Inhalte seien unvereinbar mit dem gegenseitigen Respekt zwischen Staaten. Sie schadeten dem stabilen Management der bilateralen Beziehungen.

Das Außenministerium wiederholte die Forderung nach sofortiger Entfernung der Videos. Es warnte, solche Inhalte würden das Misstrauen zwischen den Philippinen und China vergrößern.

Das Außenministerium betonte, die Philippinen lehnten falsche Narrative und Verzerrungen bezüglich des Schiedsgerichtsurteils ab. Streitigkeiten über rechtliche und politische Fragen rechtfertigten keine solche Darstellung.

Die philippinische Botschaft in Peking hatte bereits einen formellen Brief an den Chefredakteur von China Daily gesendet. In einem offenen Brief betonte die Botschaft, solche Bilder und Fehlinformationen verstießen gegen Normen und Prinzipien.

China Daily sei ein staatlich geführtes Medium, das über legitime politische Debatten hinausgehe. Es nutze entwürdigende, entmenschlichende und rassistische Darstellungen von Filipinos.

Die Philippinen hatten 2013 vor einem internationalen Schiedsgericht in Den Haag gegen China geklagt. Das Gericht entschied 2016 zugunsten der Philippinen und verwarf Chinas Neun-Strich-Anspruch im Südchinesischen Meer.

China hat das Urteil nicht anerkannt.

Quellen