Philippinen: DOH erhält wichtige HIV-Medikamente für Central Visayas
Das DOH erhält 979.200 Tabletten der Kombination Tenofovir, Lamivudine und Dolutegravir (TLD). Diese sollen die Behandlung von Menschen mit HIV in Central Visayas unterstützen.
Das DOH Center for Health Development in Central Visayas teilte am 17. Juli 2026 mit, dass die Tabletten insgesamt 32.640 Fläschchen entsprechen. TLD ist die empfohlene Erstlinien-Therapie für Menschen mit HIV. Sie ist sehr wirksam, um die Viruslast zu unterdrücken und so eine nicht nachweisbare Viruslast zu erreichen.
Central Visayas gehört zu den Regionen mit der höchsten HIV-Belastung in den Philippinen. Seit der ersten Dokumentation von HIV-Infektionen im Jahr 1984 wurden in der Region 12.137 kumulative HIV-Fälle registriert. Das entspricht etwa sieben Prozent aller landesweit gemeldeten Fälle.
Im ersten Quartal 2026 wurden landesweit 4.633 neue HIV-positive Personen bestätigt. Das entspricht durchschnittlich 51 neuen Fällen pro Tag. Central Visayas zählt damit zu den fünf Regionen mit der höchsten HIV-Belastung, neben der National Capital Region, Calabarzon, Central Luzon und der Davao Region.
Die Region steht vor besonderen Herausforderungen. Fast alle gemeldeten HIV-Fälle durch Nadelteilen stammen aus Central Visayas. Die meisten neu diagnostizierten Infektionen betreffen junge Erwachsene im Alter von 15 bis 34 Jahren. Zudem gibt es Schwierigkeiten, Menschen mit HIV an die Behandlung zu binden.
Während 7.646 Personen weiterhin eine antiretrovirale Therapie (ART) erhalten, haben 3.007 Menschen die Nachsorge abgebrochen und sind als „verloren gegangen“ klassifiziert. Am 10. Juli führte das DOH eine Inspektion der ersten gelieferten ARV-Medikamente durch. Dabei wurde die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität der Medikamente geprüft.
Die erste Lieferung umfasste mindestens 455.188 Fläschchen. Diese sind Teil der erwarteten 1,2 Millionen HIV-Medikamente, die bis August und September eintreffen sollen. Die Lieferungen wurden durch die Lage im Nahen Osten verzögert.