Philippinen bereiten sich auf El Niño vor
Trotz des Beginns der Regenzeit verzeichnen einige Regionen auf den Philippinen weiterhin gefährlich hohe Hitzewerte. Dies zeigt, dass der Klimawandel das Leben in dem Land verändert. Die Wetterbehörde PAGASA gab kürzlich bekannt, dass es eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit gibt, dass die aktuellen Bedingungen zu einem voll ausgeprägten El Niño führen.
Dieser El Niño könnte bis Anfang 2027 andauern und sich bis zum Jahresende zu einem starken bis sehr starken Ereignis entwickeln. Das bedeutet anhaltende Trockenperioden, reduzierte Niederschläge und die Möglichkeit von Dürren in vielen Provinzen. Meteorologen warnen, dass El Niño die Aktivität des Südwestmonsuns verstärken und zu überdurchschnittlichen Niederschlägen in Teilen des Landes führen könnte. Dies könnte zu Überschwemmungen führen.
El Niño ist für die Philippinen nichts Neues, aber jedes Auftreten wird durch den beschleunigten Klimawandel intensiver. Besonders die Landwirtschaft wird stark betroffen sein. Reduzierte Niederschläge führen zu geringeren Erträgen und höheren Risiken für Ernteausfälle, was zu Preissteigerungen führen könnte. Der Reis, das Grundnahrungsmittel, ist besonders gefährdet. Das Landwirtschaftsministerium warnte im Mai, dass ein schwerer El Niño die nationale Reisproduktion um bis zu 700.000 Tonnen verringern könnte.
Das Ministerium hat bereits Programme zur Unterstützung der Bauern und Fischer gestartet, um die Auswirkungen des Wetterphänomens zu minimieren. Es ist wichtig, die Bauern mit Werkzeugen und Wissen auszustatten, um mit Trockenperioden umzugehen. Gleichzeitig müssen Verbraucher sich auf mögliche Preissteigerungen vorbereiten. Lebensmittelverschwendung sollte minimiert und der direkte Kauf von Bauern gefördert werden, um die lokale Landwirtschaft zu unterstützen.
Auch die Wasserversorgung ist bedroht. Mit den erwarteten geringeren Niederschlägen stehen Staudämme und Reservoirs unter Druck, eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Wasserdistrikte müssen Kampagnen zur Wasserkonservierung verstärken und Haushalte anhalten, Lecks zu reparieren und Wasser sparsam zu nutzen. Lokale Verwaltungsbehörden sollten Regenwassersammelsysteme als Vorsichtsmaßnahme aktivieren.
Das Gesundheitssystem muss sich auf hitzebedingte Erkrankungen und Krankheiten durch Taifune und Überschwemmungen vorbereiten. Extreme Hitze erhöht das Risiko von Dehydration, Hitzschlag und Atemproblemen. Taifune und Überschwemmungen können das Risiko von Leptospirose, Durchfall, Dengue-Fieber und Hautkrankheiten erhöhen. Gemeinden sollten präventive Maßnahmen ergreifen, wie saubere Umgebungen, ordnungsgemäße Abfallentsorgung und Hygienekampagnen.
Die Unterstützung und Intervention der Regierung sind entscheidend. Das Landwirtschaftsministerium hat die El Niño-Aufgabengruppe reaktiviert, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Auch die Unterstützung der lokalen Verwaltungsbehörden ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Gemeinden auf die Herausforderungen von El Niño vorbereitet sind. Zudem ist es notwendig, die Öffentlichkeit über die möglichen Auswirkungen von El Niño zu informieren, damit sich alle darauf vorbereiten können.