Philippinen auf Platz drei bei Wachstum immaterieller Investitionen
Die Philippinen gehören zu den weltweit schnellstwachsenden Volkswirtschaften bei immateriellen Investitionen. Das geht aus einem Bericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) hervor.
Die Philippinen generierten 2022 immaterielle Investitionen im Wert von 49,1 Milliarden US-Dollar. Von 2012 bis 2022 stiegen die realen immateriellen Investitionen um durchschnittlich 3,9 Prozent pro Jahr. Damit übertrifft das Land den globalen Durchschnitt von 3,5 Prozent.
Nach der Covid-19-Pandemie erholten sich die immateriellen Investitionen um 4,6 Prozent von 2021 bis 2022. Damit belegt das Land unter 29 untersuchten Ländern den dritten Platz hinter Indien und Japan.
Die Wipo betonte, dass immaterielle Vermögenswerte wie Forschung und Entwicklung, Software, Datenbanken, Marken, organisatorisches Kapital, Designs und geistiges Eigentum immer wichtiger für Produktivität und langfristiges Wirtschaftswachstum werden.
Weltweit wachsen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte fast dreimal so schnell wie in materielle Vermögenswerte. Die 29 untersuchten Volkswirtschaften investierten 2025 mehr als 10 Billionen Dollar in immaterielle Vermögenswerte.
In den Philippinen verzeichnete die Forschung und Entwicklung das höchste Wachstum mit 20,1 Prozent pro Jahr zwischen 2012 und 2022. Investitionen in Software und Datenbanken stiegen um 18,3 Prozent, was das Land zum schnellstwachsenden in dieser Kategorie macht.
Obwohl Forschung und Entwicklung sowie Software nur etwa 15 Prozent der gesamten immateriellen Investitionen ausmachen, stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten zehn Jahren mehr als sechsfach. Investitionen in Software und Datenbanken wuchsen mehr als fünffach.
Organisatorisches Kapital bleibt der größte immaterielle Vermögenswert der Philippinen und macht 48,3 Prozent der gesamten Investitionen aus. Marken folgen mit 28,9 Prozent. Die Philippinen gehören auch zu den weltweit führenden zwölf Volkswirtschaften bei Markeninvestitionen, die 14,2 Milliarden Dollar wert sind.
Trotz dieser Fortschritte machen materielle Investitionen immer noch 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, verglichen mit 4,4 Prozent für immaterielle Investitionen. Das zeigt, dass das Land weiterhin in Infrastruktur investiert, während es allmählich mehr in Innovation steckt.
Teodoro C. Pascua, Direktor des Intellectual Property Office of the Philippines, nannte die Ergebnisse entscheidend. Die Philippinen treten in eine Phase des oberen mittleren Einkommens ein. Pascua betonte, dass nachhaltige Investitionen in Wissen, Technologie und geistiges Eigentum die stärksten Treiber für Produktivität und Wachstum sind.
Die Philippinen erscheinen erstmals in den World Intangible Investment Highlights. Das zeigt die wachsende internationale Anerkennung ihrer sich ausdehnenden wissensbasierten Wirtschaft.