Gesellschaft

Philippinen aktualisieren Notfallplan für nukleare Zwischenfälle

Die Philippinen haben ihren Nationalen Radiologischen Notfallvorbereitungs- und Reaktionsplan (RadPlan) aktualisiert. Ziel ist es, die Notfallmaßnahmen an den neuen nuklearen Regulierungsrahmen des Landes anzupassen und die Koordination zwischen den Behörden zu verbessern.

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Symbolbild: Envato

Der überarbeitete RadPlan wurde während eines zweitägigen Workshops in Pasay City vom 9. bis 10. Juli festgelegt. Das Department of Energy (DOE) leitete die Veranstaltung durch das NEP-IAC.

An dem Workshop nahmen fast 100 Vertreter von nationalen Behörden teil. Diese Behörden sind an der Notfallvorbereitung, Katastrophenhilfe, öffentlichen Sicherheit, Gesundheit, Sicherheit und öffentlichen Information beteiligt.

Der Energie-Unterstaatssekretär Giovanni Carlo J. Bacordo betonte, dass die Überarbeitung des RadPlan die Koordinationsmechanismen stärkt. Die Maßnahmen sollen praktisch, effektiv und anpassungsfähig bleiben.

Der aktualisierte Plan definiert klarere Rollen, Verantwortlichkeiten und operative Verfahren für nationale Behörden, lokale Verwaltungseinheiten und Notfallorganisationen. Diese sollen bei nuklearen und radiologischen Notfällen helfen.

Der Plan bietet auch operative Anweisungen für vier Prioritätsszenarien. Dazu gehören ein Zwischenfall in einer nuklearen Anlage, eine verlorene oder gestohlene radioaktive Quelle, eine radiologische Streuungsvorrichtung oder andere bösartige Handlungen sowie eine transnationale nukleare oder radiologische Notfall.

Das DOE erklärte, dass der aktualisierte Plan ein umfassendes Konzept der Operationen enthält. Dieses Konzept skizziert, wie die Reaktionen von der ersten Benachrichtigung bis zur Erholung koordiniert werden.

In der Praxis soll der RadPlan festlegen, welche Behörden Maßnahmen ergreifen, wie sie sich abstimmen und wie Verantwortlichkeiten übertragen werden. Diese Maßnahmen sollen von der ersten Reaktion bis zur Erholung reichen.

Der aktualisierte RadPlan stärkt auch die Koordination zwischen den Krisenmanagement- und Katastrophenhilfesystemen des Landes. Während frühere Versionen sich hauptsächlich auf die Folgenbewältigung konzentrierten, enthält der überarbeitete Plan nun Protokolle für die Koordination mit taktischen und Ermittlungsoperationen.

Diese Protokolle umfassen gemeinsame Benachrichtigungsverfahren, die Einrichtung einer gemeinsamen Bewertungszelle und klar definierte Übergabeauslöser. Diese Übergabeauslöser gelten zwischen dem National Crisis Management Committee und dem National Disaster Risk Reduction and Management Council (NDRRMC).

Der aktualisierte Plan spiegelt auch institutionelle Reformen unter Republic Act No. 12305 wider. Dieses Gesetz etabliert die Philippine Atomic Energy Regulatory Authority (PhilAtom) als unabhängige nukleare Regulierungsbehörde.

Das Department of Science and Technology, Philippine Nuclear Research Institute (DOST-PNRI) übernimmt eine neue Rolle. Es dient nun als technische Unterstützungsorganisation.

Der überarbeitete RadPlan passt die Verantwortlichkeiten der Behörden und die Notfallreaktionscluster an diese institutionellen Änderungen an.

Die teilnehmenden Behörden vereinbarten, eine technische Arbeitsgruppe unter dem NDRRMC Preparedness Pillar einzurichten. Diese Gruppe soll die kontinuierliche Verfeinerung und Umsetzung des RadPlan unterstützen.

Die Behörden befürworteten auch die formelle Aufnahme von PhilAtom als Mitglied des NDRRMC, sobald die Regulierungsbehörde vollständig etabliert ist.

Republic Act No. 12305 verlangt die Formulierung eines nationalen Plans. Dieser Plan soll die Öffentlichkeit während nuklearer und radiologischer Notfälle schützen. Diese Notfälle können aus Zwischenfällen innerhalb oder außerhalb des philippinischen Territoriums entstehen.

Das Gesetz schreibt auch vor, dass der Plan in den operativen Rahmen des NDRRMC integriert wird.

Das DOE erklärte, dass der aktualisierte RadPlan die Bereitschaft des Landes stärkt. Diese Bereitschaft gilt für die Reaktion auf nukleare und radiologische Notfälle. Zudem fördert der Plan eine stärkere interagency Koordination, öffentliche Sicherheit und die Einhaltung internationaler Standards für die nukleare Notfallvorbereitung.

Quellen