PERPI fordert umfassende Reformen der Energiegesetze
Das Philippinische Energie-Forschungs- und Politik-Institut (PERPI) fordert eine umfassende Überarbeitung der alten Erdölgesetze. Ziel ist es, die Energie-Sicherheit zu stärken, die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und Erdöl-Einnahmen für den Übergang zu sauberer Energie zu nutzen.
Dexter Pajarillo, Leiter der PERPI-Abteilung, nannte die Reformen bei der 9. Öl- und Gas-Philiippinen-Messe 2026. Er betonte, dass die Philippinen seit über 50 Jahren von globalen Öl-Krisen betroffen sind. Diese Krisen reichen von der arabischen Öl-Blockade 1973 bis hin zu den jüngsten Spannungen im Hormus-Strait.
Pajarillo kritisierte, dass das Land bisher nur kurzfristige Lösungen für Energie-Krisen gefunden hat. Langfristige Reformen, die die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen verringern, seien notwendig. Er nannte die Reformen als Blaupause für die Zukunft.
Pajarillo schlug Änderungen an zwei Präsidialerlassen vor. Zum einen an Präsidialerlass 87, der die Erkundung und Entwicklung von Öl- und Gas-Ressourcen fördert. Zum anderen an Präsidialerlass 910, der den Malampaya-Sonderfonds einrichtete.
Die vorgeschlagenen Änderungen an Präsidialerlass 87 umfassen verpflichtende Klimaverträglichkeitsprüfungen für alle neuen Öl- und Gas-Projekte. Entwickler müssen nachweisen, dass ihre Projekte mit den Verpflichtungen des Landes unter dem Pariser Abkommen übereinstimmen und den Weg zu Netto-Null-Emissionen unterstützen.
Die Änderungen erfordern auch die Zustimmung der indigenen Gemeinschaften. Diese müssen vor Beginn von Projekten auf ihren Stammesgebieten ihre Zustimmung geben. Pajarillo betonte, dass Energie-Sicherheit nicht auf Kosten der verletzlichsten Gemeinschaften oder der Zerstörung der Klimazukunft aufgebaut werden kann.
Pajarillo hob auch den Malampaya-Sonderfonds hervor. Dieser wurde unter Präsidialerlass 910 eingerichtet und wird oft für Zwecke genutzt, die nicht direkt mit der Energie-Entwicklung zusammenhängen. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen den Fonds absichern, sodass er nur für den Übergang zu sauberer Energie genutzt werden kann.
Der Fonds soll in zwei Teile aufgeteilt werden: 40 Prozent für eine langfristige Stiftung für zukünftige Generationen und 60 Prozent für einen Clean-Energy-Transition-Trust. Pajarillo erklärte, dass der Trust kein passives Bankkonto ist, sondern ein aktiver Marktmotor, der den Übergang zu sauberer Energie unterstützt und private Investitionen in erneuerbare Energie-Projekte anzieht.
Die PERPI-Vorschläge umfassen mehrere saubere Energie-Investitionsprojekte. Dazu gehören die Nutzung von Elektro-Fahrzeugen als mobile Batterien, die Strom ins Netz einspeisen können. Auch der Ersatz von Diesel-Strom in abgelegenen Inseln durch solarbetriebene Mikro-Netze und die Einführung intelligenter Netze in städtischen Gebieten sind geplant.
Die Vorschläge unterstützen auch die Umschulung von Arbeitnehmern der fossilen Brennstoffe für Jobs in der erneuerbaren Energie. Zudem wird die Nutzung von Meeres- und Gezeitenenergie als zusätzliche saubere und zuverlässige Energiequelle untersucht.