PCC verhängt Bußgelder gegen 39 Tauchbetriebe auf Boracay
Die Philippine Competition Commission (PCC) hat gegen die Boracay Business Administration of Scuba Shops (BBASS) und 39 Tauchbetriebe Bußgelder in Höhe von insgesamt 2,17 Millionen Philippinischen Peso verhängt. Die PCC stellte fest, dass die Unternehmen an einem illegalen Preisabsprachen beteiligt waren. Diese Absprachen beschränkten den Wettbewerb in der Tauchindustrie auf der Insel Boracay.
Die PCC stellte fest, dass BBASS und die Mitgliedseinrichtungen gegen Abschnitt 14(a)(1) des Republic Act No. 10667, dem Philippine Competition Act, verstoßen hatten. Sie hatten Preise und andere Geschäftsbedingungen koordiniert, anstatt unabhängig voneinander zu konkurrieren. Neben den Geldstrafen forderte die Kommission die sofortige Einstellung der Preisabsprachen. Diese Absprachen hätten den Wettbewerb verzerrt und die Verbraucher um wettbewerbsfähige Preise gebracht.
Die Untersuchung der PCC zeigte, dass BBASS, eine Organisation, die Tauchbetriebe auf der Insel vertritt, das Schema durch interne Regeln aus dem Jahr 2016 und formale Preisvereinbarungen aus den Jahren 2018 und 2019 orchestrierte. Diese Maßnahmen verlangten von den Mitgliedsläden, Mindestpreise für Tauchdienste zu beachten und sich gegenseitig durch Rabatte oder Werbeaktionen zu unterbieten. Zu den standardisierten Preisen gehörten 3.000 Peso für Einführungssitzungen zum Entdecken des Tauchsports und bis zu 25.000 Peso für Open-Water-Diver-Zertifizierungskurse.
Die Vereinigung verbot den Mitgliedern auch, kostenlose Artikel oder Dienstleistungen anzubieten. Dazu gehörten zusätzliche Tauchgänge, Tauchmasken, Mahlzeiten, T-Shirts und Souvenirfotos, um Kunden anzulocken. Die PCC stellte ebenfalls fest, dass die Vereinigung die Provisionen, die an Hotels, Reiseführer und Buchungsagenten gezahlt wurden, auf 10 Prozent deckelte. Mitglieder, die sich nicht an die vereinbarten Preisregeln hielten, riskierten Bußgelder oder den Ausschluss aus der Gruppe.
BBASS argumentierte, dass die einheitliche Preisgestaltung darauf abzielte, die Sicherheit der Taucher zu fördern, den Lebensunterhalt der Betreiber zu schützen und Stabilität in der lokalen Tauchindustrie zu gewährleisten. Die Gruppe behauptete auch, dass die Praxis mit Wissen der lokalen Regierung umgesetzt wurde. Die PCC wies diese Argumente jedoch zurück und betonte, dass Vereinbarungen zwischen Wettbewerbern zur Preisabsprache grundsätzlich wettbewerbsfeindlich sind und nach dem Gesetz verboten sind, unabhängig von den angegebenen Zielen der Parteien.
Die Kommission klärte weiter, dass Branchenverbände zwar Standards zur Verbesserung der Sicherheit und Servicequalität festlegen können, aber keine Marktpreise diktieren oder den Wettbewerb zwischen ihren Mitgliedern einschränken dürfen. Sie fügte hinzu, dass lokale Verordnungen, die Unternehmen verpflichten, die Zustimmung von Verbänden einzuholen, diesen Organisationen keine Befugnis verleihen, Geschäftspreise festzulegen oder sie vor der Haftung nach dem Wettbewerbsrecht zu schützen.
Bei der Festlegung der Strafen berücksichtigte die PCC, dass der Verband und die Mitgliedstauchläden als Klein-, Kleinst- und Mittelunternehmen klassifiziert sind. Dennoch machte sie sie für die Koordination und Durchsetzung der wettbewerbsfeindlichen Vereinbarung verantwortlich. Der Regulierer stellte fest, dass BBASS als zentraler Vermittler des Schemas eine höhere Strafe erhielt als seine einzelnen Mitglieder, deren Strafen aufgrund ihres Status als Klein-, Kleinst- und Mittelunternehmen niedriger angesetzt wurden.
Die Kommission forderte die lokalen Regierungsstellen auf, lokale Verordnungen mit der Nationalen Wettbewerbsrichtlinie abzustimmen. Damit sollen Tourismusziele für faire und wettbewerbsfähige Geschäftspraktiken offen bleiben. Die Entscheidung erweitert die Wettbewerbsdurchsetzung der PCC auf den Tourismussektor, einen der größten Arbeitgeber der Wirtschaft. Sie signalisiert, dass lokale Geschäftsverbände Sicherheit oder Lebensunterhalt nicht als Rechtfertigung für einheitliche Preisgestaltung anführen können.
Der Fall geht auf eine Verwaltungsbeschwerde aus dem Jahr 2021 zurück. Die PCCs Competition Enforcement Office hatte BBASS und die Mitgliedstauchläden wegen Vereinbarungen angezeigt. Diese Vereinbarungen sollen den Wettbewerb durch Preisabsprachen und andere Handelsbedingungen eingeschränkt haben.