Politik

Padilla hinterfragt Zeugen im Amtsenthebungsverfahren gegen Duterte

Senator-judge Robin Padilla nutzte am Mittwoch, den 14. Juli, seine Redezeit im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte. Er stellte die Glaubwürdigkeit eines wichtigen Zeugen der Anklage in Frage und verteidigte die Aussagen der Familie Duterte zur sogenannten Operation Romanov.

A basketball court in the sand on a small island in the Philippines.
Symbolbild: Envato

Am fünften Verhandlungstag befragte Padilla den Regionaldirektor des National Bureau of Investigation, Jeremy Lotoc. Er wollte wissen, ob gegen Lotoc eine Beschwerde beim Ombudsman eingereicht wurde.

Lotoc wies die Vorwürfe zurück. Er erklärte, dass die Beschwerde nicht weiterverfolgt wurde. Die Unterschriften auf der Beschwerde seien gefälscht gewesen.

Lotoc betonte, dass es für Ermittler des National Bureau of Investigation normal sei, angeklagt zu werden. Er fügte hinzu, dass sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht auf die öffentliche Meinung achten.

Padilla wechselte dann zum Thema Operation Romanov. Der Begriff war während der Verhandlung wieder aufgekommen. Er wurde von Davao City Mayor Sebastian Duterte im Januar 2024 bei einer politischen Kundgebung verwendet.

Bei der Kundgebung hatte Mayor Duterte Präsident Ferdinand Marcos Jr. gewarnt. Er solle an die Romanows denken, bevor er schlafen gehe. Die Romanows waren die letzte kaiserliche Familie Russlands. Sie wurden während der Bolschewistischen Revolution hingerichtet.

Der Begriff tauchte später bei einer Online-Pressekonferenz der Vizepräsidentin Duterte am 23. November 2024 auf. Ein pro-Duterte-Vlogger nannte Operation Romanov einen angeblichen Mordanschlag auf die Familie Duterte.

Padilla argumentierte, dass die Bemerkungen von Mayor Duterte im historischen und politischen Kontext verstanden werden sollten. Er verband die Romanow-Referenz mit der russischen Revolution und der langjährigen anti-kommunistischen Haltung der Familie Duterte.

Padilla erklärte auch seine eigenen politischen Überzeugungen. Er sagte, dass er Kommunist sei und dies der Öffentlichkeit mitteilen wolle.

Auf die Frage nach Bedrohungen gegen die Vizepräsidentin antwortete Lotoc, dass das National Bureau of Investigation weiterhin Informationen zur Sicherheit der Vizepräsidentin überwacht. Er fügte hinzu, dass der Direktor des National Bureau of Investigation, Melvin Matibag, nächste Woche besser über die Ermittlungen sprechen könne.

Quellen