Politik

Ombudsman erhebt Plünderungsvorwürfe gegen Senator Marcoleta

Das Büro des Ombudsman hat am Freitag offiziell Senator Rodante Marcoleta vor dem Sandiganbayan angeklagt. Ihm werden Plünderung und drei weitere Straftaten vorgeworfen. Er soll 75 Millionen Peso an Wahlkampfspenden nicht angegeben haben. Diese Spenden erhielt er vor den Senatswahlen 2025.

Smiling Group Sitting on Steps Outdoors during DaytimeGarakta-Studio
Symbolbild: Envato

Neben Marcoleta wurden auch seine mutmaßlichen Spender angeklagt. Dazu gehören der ehemalige Abgeordnete Michael Defensor sowie die Geschäftsleute Joseph Varias Espiritu und Aristotle Baluyut Viray. Ihnen wird ebenfalls Plünderung, indirekte Bestechung und Verstöße gegen das Präsidialdekret 46 vorgeworfen. Dieses Dekret verbietet es öffentlichen Amtsträgern, Geschenke anzunehmen.

Das Verfahren gegen Marcoleta ist die neueste Entwicklung in einem prominenten Fall. Im Mai hatte das Sandiganbayan eine vorläufige Ausreiseverfügung gegen ihn erlassen. Diese Maßnahme erfolgte, während das Büro des Ombudsman seine Voruntersuchung durchführte.

Laut Ombudsman erhielt Marcoleta die 75 Millionen Peso in drei getrennten Transaktionen. Am 6. Januar 2025 erhielt er 30 Millionen Peso, am 8. Januar 25 Millionen Peso und am 9. Januar 20 Millionen Peso. Das Büro des Ombudsman behauptet, dass Marcoleta sich durch diese Transaktionen unrechtmäßig bereichert habe.

Die Staatsanwaltschaft wirft Marcoleta vor, die Spenden öffentlich anerkannt zu haben. Dennoch habe er die Beträge weder in seiner Vermögenserklärung für 2025 noch in seiner Wahlkampfkostenaufstellung angegeben. Das Büro des Ombudsman betonte, dass Marcoleta durch die Annahme der Gelder die Standards von Verantwortung und Integrität nicht eingehalten habe.

Marcoleta bestritt jede Schuld und behauptete, dass die Vorwürfe politisch motiviert seien. Er erklärte, dass die Anklagen Teil eines tieferen und bösartigeren Plans seien. Dieser Plan ziele darauf ab, unabhängige Stimmen einzuschüchtern und Dissens zu bestrafen. Er betonte, dass er sich nicht zum Schweigen bringen lasse.

Das Plünderungsverfahren wurde der dritten Abteilung des Sandiganbayan zugewiesen. Die drei Anklagen wegen Verstößen gegen das Präsidialdekret 46 wurden den vierten, sechsten und ersten Abteilungen zugeteilt. Die fünfte und siebte Abteilung nahmen an der Verlosung nicht teil, da sie bereits mehrere Fälle im Zusammenhang mit mutmaßlichen Anomalien bei Hochwasserschutzmaßnahmen bearbeiten.

Quellen