Ombudsman entlaesst ehemaligen Senatssicherheitschef Mao Aplasca
Der Ombudsman hat die Entlassung des ehemaligen Senatssicherheitschefs Mao Aplasca angeordnet. Ombudsman Jesus Crispin Remulla bestätigte dies am Samstag, den 4. Juli. Er hatte bereits die entsprechende Resolution unterzeichnet.
Aplasca, ein Kommilitone von Senator Bato dela Rosa, war in den Schusswaffenvorfall im Senat am 13. Mai verwickelt. Remulla nannte keine weiteren Details zur Entlassung. Die Behörde sprach Aplasca wahrscheinlich wegen eines schweren Dienstvergehens schuldig.
Der Senat muss die Entlassungsanordnung umsetzen. Als der frühere Ombudsman Conchita Carpio Morales die Entlassung von Senator Joel Villanueva anordnete, verweigerte der damalige Senatspräsident Tito Sotto die Umsetzung. Später hob Samuel Martires, ein von Duterte ernannter Ombudsman, die Entscheidung im Geheimen auf.
Die Umsetzung könnte schwierig werden, wenn Senator Alan Peter Cayetano noch Senatspräsident wäre. Am 16. Mai lehnte der Senat den Suspendierungsbeschluss des Ombudsman gegen Aplasca ab. Cayetano stellte die Anordnung infrage. Der Senat steht nun unter Senatspräsident Win Gatchalian.
Aplasca stand im Mittelpunkt des Chaos im Senat. Er feuerte einen Warnschuss auf Agenten des National Bureau of Investigation ab. Diese verdächtigten ihn, den International Criminal Court-Verdächtigen Dela Rosa festnehmen zu wollen. Stunden nach dem Vorfall floh Dela Rosa aus dem Senat und wurde bis zum Redaktionsschluss nicht verhaftet.
Vor der Eskalation sagte Aplasca Reportern im Senat: „Sie werden jemanden verhaften.“ Cayetano verteidigte den Warnschuss von Aplasca. Er behauptete, die Agenten hätten die Warnung der Sicherheit ignoriert und stattdessen ihre Waffen erhoben. Später sagte das NBI, der Schusswaffenvorfall im Senat könnte inszeniert worden sein.