Nur die Haelfte der Gemeinden in Iloilo ist barrierefrei
In der Provinz Iloilo sind nur etwa die Haelfte der 42 Gemeinden und die Stadt Passi wirklich barrierefrei für Menschen mit Behinderungen. Das zeigte die Provinz-Sozialbehoerde. Viele Gemeinden haben zwar den Zugang zu Diensten und Einrichtungen verbessert. Dennoch gibt es weiterhin Luecken in der Barrierefreiheit, der Durchsetzung von Pflichtrabatten und der Unterstützung durch die lokale Verwaltung.
Die Provinz Iloilo feiert vom 17. Juli an die 48. Nationale Woche der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ma. Christine Roa, Entwicklungsmanagerin der Provinz-Sozialbehoerde und Beauftragte für Behinderungsangelegenheiten, nannte die Gründe für die unzureichende Barrierefreiheit. Viele Gemeinden haben die Belange von Menschen mit Behinderungen nicht priorisiert. Zudem erhalten Programme für Menschen mit Behinderungen oft nicht genügend Mittel.
Roa nannte die Kriterien für barrierefreie Gemeinden. Dazu gehören Pflichtrabatte von 20 Prozent auf Medikamente, Lebensmittel und Transport. Zudem sollen qualifizierte Menschen mit Behinderungen in staatlichen und privaten Einrichtungen beschäftigt werden. Zudem müssen barrierefreie Einrichtungen wie Rampen, Parkplätze, barrierefreie Toiletten und Aufzüge in Gebäuden mit drei oder mehr Stockwerken vorhanden sein.
Die verbleibenden Gemeinden bemühen sich, ihre Barrierefreiheit zu verbessern. Dazu nutzen sie den jährlichen Wettbewerb der Provinzregierung um die barrierefreiste Gemeinde. Dennoch gibt es weiterhin Probleme. So weigern sich einige kleine Apotheken und Lebensmittelläden, die gesetzlich vorgeschriebenen Rabatte zu gewähren. Sie führen begrenzte Geschäftskapital als Grund an.
Roa forderte die Gemeinden auf, Verordnungen zu erlassen. Diese sollen alle Geschäftsbetriebe verpflichten, die Pflichtrabatte zu gewähren. Sie erklärte, dass die Vorteile bereits durch nationales Recht geschützt sind. Lokale Verordnungen würden die Durchsetzung auf Gemeindeebene stärken. Menschen mit Behinderungen, die die Pflichtrabatte verweigert bekommen, sollen sich bei ihrem lokalen Büro für Behinderungsangelegenheiten beschweren.
Roa zeigte sich besorgt über falsch gebaute Rampen in einigen Behörden und Einrichtungen. Diese entsprechen nicht den nationalen Standards und gefährden Rollstuhlfahrer. Dennoch bleibt sie optimistisch. Die meisten Gemeinden verbessern ihre Barrierefreiheitsprogramme. Sie orientieren sich an den besten Praktiken der bisherigen Gewinner des Wettbewerbs um die barrierefreiste Gemeinde.
Roa betonte, dass inklusivere Gemeinden sowohl Menschen mit Behinderungen als auch der lokalen Gemeinschaft zugutekommen. Sie fördern die Teilnahme an staatlichen Programmen und verbessern die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen. Die Provinz hat derzeit mehr als 34.000 registrierte Menschen mit Behinderungen. Die Zahl soll weiter steigen, da die Registrierung in allen 43 Gemeinden fortgesetzt wird.