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Nordkorea warnt vor Taifun Bavi

Nordkorea hat am Dienstag vor starkem Regen und heftigen Winden gewarnt. Taifun Bavi nähert sich dem Land. Der Führer Kim Jong Un forderte maximale Wachsamkeit, um Schäden zu vermeiden.

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Symbolbild: Envato

Nordkorea ist besonders anfällig für Naturkatastrophen. Das Land hat eine schwache Infrastruktur und Wirtschaft. Der Taifun soll sich in ein Tiefdruckgebiet verwandeln, bevor er die zentrale Region über das Gelbe Meer zwischen Dienstag und Mittwoch durchquert. Das meldete die staatliche Zeitung Rodong Sinmun.

Die Wetterbehörde Nordkoreas gab Warnungen für starken Regen und heftige Winde heraus. Kim Jong Un forderte alle Beamten und Arbeiter auf, wachsam zu bleiben und Maßnahmen zu ergreifen, um Schäden zu minimieren.

Für Dienstag wird in Teilen der nördlichen und zentralen Regionen Nordkoreas Regen von 80 bis 120 Millimetern erwartet. In einigen Stunden sollen bis zu 60 Millimeter fallen. In den südlichen Regionen sollen 150 bis 200 Millimeter Regen fallen. An der Westküste und in einigen Landesteilen sollen Winde von 10 bis 15 Metern pro Sekunde erwartet werden.

Nordkorea hat seine Katastrophenvorsorge verstärkt. Die Koreanische Zentralnachrichtenagentur berichtete vergangene Woche darüber. Auch in Südkorea gab es kürzlich starken Regen. In einigen Gebieten fielen bis zu 200 Millimeter Regen. Hunderte Bewohner in der zentralen Provinz Chungcheong mussten evakuieren oder waren durch Überschwemmungen eingeschlossen.

In der südlichen Region Gyeongsang wurde ein Mann in den 70ern vermisst. Er wurde von einem angeschwollenen Fluss mitgerissen. Das meldete der Sender KBS. Die Wetterbehörde in Seoul prognostizierte Regen im ganzen Land von Dienstag bis Mittwoch. In den zentralen Regionen und der südlichen Provinz Jeolla sollen starke Regenfälle erwartet werden.

Wissenschaftler sagen, dass der menschengemachte Klimawandel extreme Wetterereignisse häufiger, länger und intensiver macht. Der letzte Sommer war in Südkorea der heißeste seit Aufzeichnungsbeginn. Beide Koreas verzeichneten ihren wärmsten Juni. Die Rückkehr von El Niño hat die Risiken erhöht. El Niño ist ein natürliches Erwärmungsmuster im Pazifik, das mit Hitze, Dürre und starkem Regen in Teilen Asiens verbunden ist.

Nordkorea leidet unter chronischen Stromausfällen. Experten sagen, dass die meisten Bewohner keine Klimaanlagen haben. Das Land wurde 2024 in den nördlichen Regionen von schweren Überschwemmungen getroffen. Südkoreanische Medien berichteten, dass bis zu 1.500 Menschen tot oder vermisst sein könnten. Diese Schätzungen wies Pjöngjang damals zurück.

Quellen