Negros Occidental und Negros Oriental wegen RSSI-Befall im Ausnahmezustand
Die Provinz Negros Occidental steht wegen der Ausbreitung des roten Streifen-Schuppeninsekts (RSSI) in Zuckerrohrplantagen im Ausnahmezustand. Das Parlament der Provinz beschloss den Ausnahmezustand am Dienstag auf Empfehlung von Gouverneur Eugenio Jose Lacson. Er leitet den Provincial Disaster Risk Reduction and Management Council.
Von den 190.314,19 Hektar Zuckerrohrplantagen in Negros Occidental sind 61.242 Hektar von RSSI betroffen. Das entspricht 32,18 Prozent der gesamten Zuckerrohrflächen der Provinz. Die Zahlen stammen von der SRA vom 23. Juni.
Die weitere Ausbreitung des RSSI bedroht die Nachhaltigkeit der Zuckerproduktion in Negros Occidental. Unkontrolliert könnte das zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten, Störungen der landwirtschaftlichen Aktivitäten, Einkommensverlusten für Landwirte und negativen Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft führen.
Auch die Provinz Negros Oriental will wegen der RSSI-Ausbreitung den Ausnahmezustand ausrufen. Gouverneur Manuel Sagarbarria kündigte die Einrichtung einer Provinz-Taskforce an. Sie soll die Bekämpfung des Schädlings koordinieren. Zudem sollen 15 Millionen Peso für den sofortigen Kauf von Pestiziden und anderen Maßnahmen bereitgestellt werden.
Sagarbarria betonte, dass Pestizide für Landwirte günstig, direkt zugänglich und sofort verfügbar sein sollen. Die Städte Mabinay und Bayawan City werden ebenfalls den Ausnahmezustand ausrufen. Auch die Unterstützung von Tanjay City wird erbeten, wo die Befallsrate von RSSI sehr hoch ist.
Zusätzlich sind Zuckerrohrfarmen in Manjuyod und Pamplona von RSSI betroffen. Die Ausrufung des Ausnahmezustands für Negros Oriental soll durch eine Verordnung des Gouverneurs erfolgen.
Die SRA meldete, dass der RSSI-Befall sich auf 16.576 Hektar Zuckerrohrfarmen in der Region Visayas ausgeweitet hat. Die Negros Island Region ist am stärksten betroffen, mit 16.019,16 Hektar betroffener Plantagen.
SRA-Administrator Pablo Luis Azcona wies darauf hin, dass die Bekämpfung des RSSI nicht auf einzelne Provinzen beschränkt sein darf. Der Schädling breitet sich leicht über verbundene Zuckerrohrflächen aus. Eine getrennte Vorgehensweise erschwert die Kontrolle.
Manuel Lamata, Präsident der United Sugar Producers’ Federation of the Philippines, dankte Sagarbarria für das schnelle Handeln. Eine rasche Intervention sei entscheidend, um weitere Schäden für die Zuckerindustrie zu verhindern.