Negros Occidental lehnt flächendeckendes Sprühprogramm gegen RSSI ab
Die Provinz Negros Occidental wird keine flächendeckenden Sprühaktionen zur Bekämpfung des roten Weichschildlausbefalls unterstützen oder finanzieren. Stattdessen setzt sie auf biologische und umweltfreundliche Methoden.
Gouverneur Eugenio Jose Lacson lehnte am Dienstag, den 14. Juli, den Vorschlag für flächendeckende chemische Sprühaktionen ab. Er nannte Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt als Grund.
Lacson betonte, dass die Provinzregierung natürliche Methoden unterstützen werde. Dazu gehört die Förderung von Pilzproduktion. Er nannte dies die Haltung der Provinz.
Die Provinzregierung will bei der Bekämpfung des Schädlingsbefalls und zukünftiger landwirtschaftlicher Bedrohungen auf umweltfreundliche Methoden setzen. Lacson betonte, dass die Provinz keine Sprühaktionen unterstützen und finanzieren werde.
Viele Sektoren haben Bedenken hinsichtlich der Risiken großflächiger Sprühaktionen geäußert. Besonders die Windrichtung könnte Pestizide über die Zielgebiete hinaus tragen.
Der Befall durch die rote Weichschildlaus breitet sich weiter auf Negros Island aus. Mehr als 30 Prozent der 250.000 Hektar Zuckerrohrfelder sind bereits betroffen.
Die United Sugar Producers Federation of the Philippines (UNIFED) setzt sich für den Einsatz von chemischen Sprühaktionen ein. UNIFED-Präsident Manuel Lamata verteidigte das vorgeschlagene Programm. Er nannte strenge Sicherheitsmaßnahmen.
Lamata betonte, dass nur spezialisierte Systemchemikalien verwendet würden. Diese sind für Menschen, Tiere, Pflanzen und nützliche Insekten sicher.
Die Formulierung soll an den Zuckerrohrblättern haften bleiben. Sie soll die rote Weichschildlaus beseitigen, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen.
Die Flugzeuge sollen einen zwingenden Abstand von 200 Metern zu Wohngebieten einhalten. Sie sollen Geflügelhöfe, Fischteiche und andere umweltempfindliche Gebiete meiden.
Präzisionsdrohnen sollen in Bereichen eingesetzt werden, die zu dicht besiedelt oder für Flugzeuge unzugänglich sind.
Der ehemalige Gouverneur von Negros Occidental, Lito Coscolluela, äußerte ebenfalls Bedenken. Er nannte die praktischen Schwierigkeiten der chemischen Sprühaktionen.
Coscolluela warnte, dass großflächige Pestizidanwendungen nützliche Insekten beeinträchtigen könnten. Sie könnten Flüsse, Grundwasser und Trinkwasserquellen kontaminieren.
Der National Congress of Unions in the Sugar Industry of the Philippines-Trade Union Congress of the Philippines (NACUSIP-TUCP) kritisierte frühere Drohnen- und Sprühaktionen. Sie seien ineffektiv gewesen.
NACUSIP-TUCP-Präsident Roland de la Cruz nannte die Abhängigkeit von Drohnentechnologie und konventionellen Sprühaktionen teuer und erfolglos.