NBI will ehemalige Phisgoc-Funktionäre vorladen
Das National Bureau of Investigation will ehemalige Funktionäre des Philippine Southeast Asian Games Organizing Committee vorladen. Ihnen werden Unregelmäßigkeiten bei der Ausrichtung der Südostasienspiele 2019 vorgeworfen.
Die Vorladungen richten sich an Ramon „Tats“ Suzara, Dexter Estacio und John Lester Buenconsejo. Sie sollen am 24. Juli vor dem Bureau erscheinen und mündliche Aussagen machen. Zudem sollen sie notwendige Dokumente mitbringen.
Die Behörde hat eine Task Force gebildet. Diese soll Vorwürfe über nicht abgerechnete Gelder in Höhe von etwa 10 Milliarden Peso, fehlende Ausschreibungen und den Bau eines umstrittenen Fackelbeckens prüfen.
Das Büro des Ombudsman hat ebenfalls seine Akten zu dem Fall wieder geöffnet. Ombudsman Jesus Crispin Remulla sagte, er habe seine Mitarbeiter angewiesen, die gesamten Akten aus dem Jahr 2021 zu überprüfen.
Senator Alan Peter Cayetano, der damals den Organisationsausschuss leitete, hatte zuvor den NBI-Direktor Melvin Matibag beschuldigt, ihn einschüchtern zu wollen. Cayetano ist Senator und Richter im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte.
Matibag äußerte sich zu Cayetanos Reaktion. Er nannte es merkwürdig, dass Cayetano reagiert habe, obwohl sein Name nicht genannt wurde. Er fragte, warum Cayetano sich in der Öffentlichkeit so verhalte, als sei er Vorsitzender der Stiftung.
Phisgoc war eine privat gegründete Stiftung. Sie wurde 2018 gegründet, um die Logistik, das Marketing und den Betrieb der Südostasienspiele 2019 zu managen. Die Stiftung stand in der Kritik, ob sie die richtige Organisation war, um die Spiele auszurichten.
Im Jahr 2019 verteidigte Suzara die Stiftung. Er sagte, sie sei in Übereinstimmung mit den Regeln des Internationalen Olympischen Komitees gegründet worden. Er verwies auch auf ein Memorandum des damaligen Präsidenten Rodrigo Duterte.
Im November 2020 sagte Cayetano, Phisgoc sei offen für Untersuchungen, aber gegen Hexenjagden. Er reagierte auf einen Aufruf von Senatorin Risa Hontiveros zu einer umfassenden Untersuchung.
Im Dezember 2020 stellte die Commission on Audit fest, dass Phisgoc und der Philippine Olympic Committee Gelder in Höhe von 2,2 Milliarden Peso und 535 Millionen Peso nicht abgerechnet hatten.