NBI: Vizepräsidentin Duterte hatte Absicht, Motivation und Fähigkeit zu Drohungen gegen Marcos
Das National Bureau of Investigation (NBI) stellte fest, dass Vizepräsidentin Sara Duterte die Absicht, Motivation und Fähigkeit hatte, ihre Drohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez auszuführen.
Am vierten Tag des Amtsenthebungsverfahrens sagte NBI-BARMM-Regionaldirektor Jeremy Lotoc aus. Er leitete 2024 die Cybercrime Division des NBI. Er berichtete über die Untersuchung der Äußerungen der Vizepräsidentin in einer Zoom-Presskonferenz vom 23. November 2024.
Lotoc erklärte, dass das NBI in seiner Analyse die Absicht, Motivation und Fähigkeit der Vizepräsidentin festgestellt habe, die Drohungen auszuführen. Zudem führten die Ermittler eine Open-Source-Untersuchung durch, um zu prüfen, ob Duterte ähnliche Aussagen in der Vergangenheit gemacht hatte.
Sie fanden eine Pressekonferenz des Vizepräsidentenamtes vom 18. Oktober 2024. Dort soll Duterte gesagt haben, dass sie dem Präsidenten den Kopf abschlagen wolle. Lotoc erinnerte auch an Dutertes Aussagen während der Online-Presskonferenz vom 23. November 2024.
Duterte soll gesagt haben, dass sie bereits mit jemandem gesprochen habe. Sie habe dieser Person aufgetragen, Marcos, Liza Marcos und Romualdez zu töten, falls ihr selbst etwas zustieße. Diese Person habe zugestimmt.
Lotoc berichtete weiter, dass mehrere Regierungsbehörden die Aussagen von Duterte als ernsthafte Bedrohung betrachteten. Das Presidential Communications Office klassifizierte die Aussagen als aktive Bedrohung. Sowohl das PCO als auch die Philippine National Police verwendeten den Begriff Attentäter in ihren Einschätzungen.
Vor Lotocs Aussage skizzierte der private Ankläger des Repräsentantenhauses, Rechtsanwalt Amando Virgil Ligutan, was die Anklage durch die Aussage des NBI-Beamten beweisen wollte. Ligutan sagte, dass die Vizepräsidentin erklärt habe, sie habe jemanden beauftragt, den Präsidenten, die First Lady und den ehemaligen Parlamentspräsidenten zu töten.
Ligutan fügte hinzu, dass die Anklage zeigen wolle, dass das NBI zu dem Schluss gekommen sei, dass die Drohungen der Vizepräsidentin ernst gemeint und real seien. Lotoc sagte aus, dass das NBI seine Untersuchung am 23. November 2024 eröffnet habe. Das war der Tag, an dem Duterte die umstrittenen Äußerungen während einer Online-Presskonferenz gemacht hatte.
Die Konferenz wurde auf der Facebook-Seite des ehemaligen Pressesprechers des Präsidenten, Harry Roque, gestreamt. Lotoc gab an, dass er den NBI-Senior-Agenten John Mark Calilung angewiesen habe, die digitalen Beweise zu sichern. Dazu gehörte insbesondere das Video der Online-Presskonferenz.
Das NBI identifizierte auch die Personen, die während des Livestreams anwesend waren. Zudem analysierte die Behörde die Aussagen von Duterte. Die Staatsanwälte argumentierten, dass Vizepräsidentin Sara Duterte den gleichen Maßstab für ihre angeblichen Drohungen angewendet werden sollte.
Die Staatsanwälte beriefen sich dabei auf Festnahmen aus der Amtszeit von Präsident Rodrigo Duterte. Sie forderten, dass Duterte für ihre Drohungen zur Rechenschaft gezogen werden müsse.