Politik

NBI und Abgeordnete als erste Zeugen im Amtsenthebungsverfahren gegen Sara Duterte

Das Anklagegremium des Repräsentantenhauses will Beamte des National Bureau of Investigation (NBI) und des Repräsentantenhauses als erste Zeugen im Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte vorladen.

European parliament building in BrusselsRossHelen
Symbolbild: Envato

Das Verfahren beginnt am Montag. Die Zeugen sollen zu Artikel I des Amtsenthebungsverfahrens aussagen. Dieser Artikel behandelt die angebliche schwere Bedrohung und ein Attentat gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr., die First Lady Liza Araneta-Marcos und den ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez.

Der Ankläger Joel Chua nannte die Authentifizierung von Videos als wichtigsten Punkt. Die Videos sollen die Bedrohung beweisen. Chua nannte die Videos das stärkste Beweismittel.

Das Amtsenthebungsgericht soll am Montag auch über vier laufende Anträge entscheiden. Dazu gehört die Öffnung eines Koffers mit den Steuerunterlagen von Duterte und ihrem Ehemann Manases Carpio.

Die Verteidigung will den Koffer nur in einer nicht-öffentlichen Sitzung öffnen. Das lehnt die Anklage ab. Der Ankläger Joel Chua nannte ein Beispiel aus Steuerhinterziehungsfällen. Er fragte, ob ein Gericht die Steuerbehörde nicht zu Steuerunterlagen laden könne.

Senator Panfilo Lacson warnte, dass das Amtsenthebungsgericht nicht über die Steuerunterlagen entscheiden dürfe. Das könnte zu Klagen wegen Missbrauchs führen. Lacson nannte eine Vorschrift im Steuergesetz. Sie verlangt eine schriftliche Genehmigung des Präsidenten und der Finanzbehörde.

Das Amtsenthebungsgericht forderte Duterte oder ihre Anwälte auf, an der Verhandlung teilzunehmen. Es ist unklar, ob Duterte am ersten Tag anwesend sein wird. Der Sprecher des Anklagegremiums, Jay Tolosa, sagte, die Anklage werde ihre Beweise vorlegen, unabhängig davon, ob Duterte anwesend ist.

Das Präsidialamt forderte Duterte auf, persönlich an dem Verfahren teilzunehmen. Die Sprecherin Claire Castro nannte eine frühere Aussage von Duterte. Sie hatte einen blutigen Kampf gefordert. Castro sagte, das Verfahren werde zeigen, wie Duterte Fragen beantworten und den Zeugen gegenübertreten kann.

Die Gruppe Clergy for Good Governance, angeführt von Pater Robert Reyes, hielt am Samstag einen Marsch ab. Die National Capital Region Police Office setzte 6.000 Beamte rund um den Senat ein. Die Polizei verbot das Tragen von Masken und das Mitführen von brennbaren Gegenständen oder Puppen.

Die Polizei will verhindern, dass Unterstützer vor dem Senatsgebäude stehen. Sie appellierte an die Demonstranten, keine Gegenstände zu werfen. So soll ein friedlicher und geordneter Protest gewährleistet werden.

Quellen