Politik

NBI: Sara Duterte kann angeblich Todesdrohungen ausführen

Der Regionaldirektor des National Bureau of Investigation (NBI), Jeremy Lotoc, sagte am Mittwoch, 14. Juli 2026, aus. Er erklärte, dass Ermittler zu dem Schluss gekommen seien, dass Vizepräsidentin Sara Duterte die Fähigkeit habe, ihre angeblichen Todesdrohungen gegen Präsident Ferdinand Marcos Jr. auszuführen. Sie sei die zweithöchste Amtsträgerin des Landes und genieße den politischen Einfluss ihrer Familie.

El Nido, Palawan, Philippines. Aerial drone view of tourist island hopping boats moored at tropical
Symbolbild: Envato

Lotoc war am fünften Tag des Amtsenthebungsverfahrens gegen Duterte vor dem Senat der Zeuge der Anklage. Er antwortete auf Fragen von Senator und Senatspräsident Sherwin Gatchalian. Gatchalian wollte wissen, auf welcher Grundlage das NBI zu diesem Schluss gekommen sei.

Lotoc erwähnte, dass der Vater von Duterte, der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte, derzeit in Den Haag inhaftiert sei. ICC wegen Vorwürfen von außergerichtlichen Tötungen. Diese Tötungen sollen im Zusammenhang mit der Anti-Drogen-Kampagne seiner Regierung stehen.

Lotoc betonte, dass Duterte aufgrund ihrer Position und der politischen Macht ihrer Familie die Fähigkeit habe, die Drohungen auszuführen. Das NBI empfahl, gegen die Vizepräsidentin Anzeige wegen schwerer Drohungen und Aufrufs zur Sedition zu erstatten. Diese Empfehlung folgte auf ihre live gestreamten Äußerungen während einer Online-Pressekonferenz am 23. November 2024.

Während dieser Pressekonferenz sagte Duterte, dass sie einen Attentäter angewiesen habe, Präsident Marcos, die First Lady Liza Araneta-Marcos und den damaligen Sprecher des Repräsentantenhauses, Martin Romualdez, zu töten. Dies sollte geschehen, falls sie selbst zuerst ermordet werde.

Diese Äußerungen bilden die Grundlage für Artikel IV der Amtsenthebungsbeschwerde gegen die Vizepräsidentin. Auf die Frage, warum das NBI die Aussagen für glaubwürdig halte, erklärte Lotoc, dass die Ermittler die Aussagen nicht als Scherz betrachteten. Sie gingen davon aus, dass Duterte es ernst gemeint habe.

Quellen